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Nach dem Großbrand: Duschen mit Löschwasser

BRAMBAUER Kurort riecht anders. Feuer riecht so. Oder der Tag nach dem Feuer. Nach dem gelöschten Großbrand am Mittwoch hat sich stechender Rauchgestank festgesetzt.

Nach dem Großbrand: Duschen mit Löschwasser

Wischen das Löschwasser im Treppenhaus auf: Lars und Papa Carsten Witkowski.

Im Wohnblock Zum Pier 34, 36, 38 und 40 ist die Normalität noch nicht bei den Bewohnern angekommen. „Es tropft immer. Es hat die ganze Nacht getropft und jetzt tropft das Löschwasser wieder durch das ganze Treppenhaus. Bis zum Parterre.“

Beate Witkowski wohnt mit Ehemann Carsten und dem viereinhalbjährigem Lars Zum Pier 34.. 2. Etage. „Der Fernseher geht aber“, sagt Lars. Lars´ Welt ist heile geblieben. „Wir hatten noch Glück“, sagt sein Vater, Carsten Witkowski, „wir hatten sofort Strom als wir wieder in unsere Wohnung konnten.“ Die Nässe hat sich an Wänden und Decken schuldig gemacht. „Da, die Flecken. Sehen Sie“, sagt Beate Witkowski. Vor der Tür stehen Schrubber und Regenschirm. Wie vor fast allen Türen im Haus. „Eigentlich gehört auch der Eimer dazu, aber den habe ich gerade ausgekippt“, sagt Beate Witkowski.

„Hauptsache, keiner ist bei dem Feuer zu Schaden gekommen“, sagt Carsten Witkowski. Hauptsache, die Nachbarn halten zusammen. Hauptsache, die Stadt und die Rettungskräfte haben sich vorbildlich verhalten. „Das schreiben Sie ruhig mal“, sagt Carsten Witkowski, wie wir behandelt und informiert wurden, das war in Ordnung.“ „Die Dachdecker haben alles weggeräumt“, sagt Lars. „Ja“, sagt sein Papa, „aber fertig sind die noch lange nicht.“

Plopp. Plopp. Plopp. Im Treppenhaus könnte locker geduscht werden. Mit Löschwasser. Tilly Stemmer aus Nr. 36 konnte lange nicht einschlafen. „Ich hatte Angst, es geht wieder los.“ Und ihre Wohnung? „Wir fangen das Löschwasser mit einer Wanne und Eimern auf. Normalität riecht und sieht anders aus. 

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