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"Nein zu Gewalt an Frauen"

LÜNEN Über großes Interesse an der Aktion des Frauenbüros zum internationalen Tages "Nein zu Gewalt an Frauen" freute sich gestern Annette Gehse.

"Nein zu Gewalt an Frauen"

Annette Gehse, Leiterin des Frauebnbüros, und Margrit Spindeler von der Organisation "medica mondiale", berichteten im Anschluss an den Film "Esmas Geheimnis" über die Arbeit mit kriegstraumatisierten Frauen.

Sprachlosigkeit im Kino. Reden wollte das Publikum gestern nach der Vorstellung des preisgekrönten Films „Esmas Geheimnis“ in der Cineworld zunächst einmal nicht. Die Geschichte einer alleinerziehenden Mutter, deren Tochter Folge einer Kriegsvergewaltigung in Bosnien ist, ließ die Zuschauer tief bewegt zurück. Das Frauenbüro hatte die Präsentation dieses Films anlässlich des internationalen Tages „Nein zu Gewalt an Frauen“ ermöglicht.

Gegen das Wegschauen

Gegen eine andere Form von Sprachlosigkeit, nämlich die des Wegschauens und Verdrängens, wendet sich die Organisation „medica mondiale“. Sie unterstützt traumatisierte Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten. Bei der Vorbereitung des Films war medica mondiale beteiligt, inzwischen haben er und zahlreiche Kampagnen die Öffentlichkeit aufgerüttelt. In Bosnien verabschiedete das Parlament ein weltweit einmaliges Gesetz, nach dem Opfer nachweislicher sexualisierter Kriegsgewalt Anspruch auf Invalidenrente haben.

60 Teilnehmer

    Annette Gehse, Leiterin des Lüner Frauenbüros, freute sich gestern über das große Interesse an diesem Thema. Etwa 60 Teilnehmerinnen, darunter auch Männer, kamen ins Kino. Margret Spindeler von „medica mondiale“ berichtete, wie wichtig es für die Opfer sei, die eigene Sprachlosigkeit überwinden zu können. „Wir haben viele Zuschriften von Frauen, die erleichtert sind, endlich darüber reden zu können“, erläuterte sie. Denn Kriegsvergewaltigung sei ein transgenerelles Trauma über Generationen.

Film mit Symbolen

Der Film arbeitet mit vielen Symbolen. Eines ist für Margrit Spindeler besonders stark: Als sich die Tochter die Haare abrasiert, weil sie das sind, was sie vom Vater hat. Annette Gehse beeindruckt, dass der Film sehr sensibel und auch ohne eindeutige Bilder den Schrecken deutlich werden lässt.

Kriegsvergewaltigung

Kriegsvergewaltigung ist ein unbequemes Thema. Die von Spenden finanzierte Organisation „medica mondiale“ richtet Beratungszentren ein, bietet Frauen Ausbildungsangebote und ihnen so die Möglichkeit, Kraft und Stärke zu entwickeln. Auch in der UN-Vollversammlung soll „Gewalt gegen Frauen“ ein Thema sein. 

  

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