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"Neuland"

Neuer Treffpunkt für Lüner und Geflüchtete eröffnet

LÜNEN Lünen hat ein neues Café: Ein Ort, an dem Einheimische und Geflüchtete zusammensitzen können. Dort sollen Ängste und Integrationshürden abgebaut werden. Das "Neuland" wurde am Dienstag feierlich eröffnet - und das Interesse war groß.

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Mohey Al Deen Fahyoun aus Syrien, seit zwei Jahren in Lünen, übernahm die Moderatoin der Eröffnungsfeier von "Neuland".

Mit Musik wurde der Treffpunkt "Neuland" eröffnet.

Ein Ort der Begegnung zwischen Lünern und geflüchteten Menschen sioll der Treffpunkt "Neuland" sein: Annette Thiene (stehend) vom Serviceteam verwöhnte Sabine Rodorff (v.l.), Dr. Hans-Eckhard Schröder und Christine Schröder mit Kaffee.

Rainer Schmeltzer, Minister für Arbeit, Integration und Soziales, sieht den Treffpunkt "Neuland" als Chance, Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenzubringen.

Auf großes Interesse stieß die Eröffnung der Begegnungsstätte "Treffpunkt".

Günter Unkrig (r.) und Dr. Wolfgang Andree (2.v.r.) vom Arbeitskreis Flüchtlinge haben sich für den Treffpunkt "Neuland" stark gemacht.

Ein heller Raum, gemütlich eingerichtet mit Tischen und Stühlen. Das allein ist nichts Besonderes. Dennoch ist der Treffpunkt „Neuland“ in der Persiluhrpassage mehr als ein Ort zum Kaffeetrinken: Er bietet Raum für Begegnung von Einheimischen und Geflüchteten. Künftig soll es hier auch Berufsberatung, Näh- und Alphabetisierungsangebote sowie Schwangerschaftsberatung und Kulturveranstaltungen geben.

Der Arbeitskreis Flüchtlinge und die Stadt Lünen haben die Einrichtung ins Leben gerufen. Das Interesse an der Eröffnung am Dienstag war so groß, dass die Stühle nicht reichten.

Syrischer Geflüchtete moderierte

Dass hier Miteinander gelebt wird, machte Mohey Al Deen Fahyoun deutlich: Der 23-Jährige hat vor zwei Jahren Syrien „schweren Herzens“, wie er sagt, verlassen und fühle sich in Lünen mittlerweile sehr wohl. Er übernahm auf Deutsch die Moderation der Eröffnungsfeier. An ihr nahmen auch 20 Geflüchtete teil, die künftig ehrenamtlich als Serviceteam im „Neuland“ Kaffee anbieten.

Begegnungsort für Flüchtlinge und Lüner

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Dass in Lünen in der Flüchtlingsarbeit Vorbildliches geleistet werde, hob Rainer Schmeltzer, NRW-Minister für Arbeit, Integration und Soziales, hervor. Im gesamten Land NRW hätten im vergangenen Jahr 230.000 Menschen Schutz gesucht und viele Menschen wären dagewesen, um ihnen zu helfen. „Das ehrenamtliche Engagement ist nach wie vor riesig, dafür bin ich dankbar. Ohne geht es nicht“. Das kleine Café biete die Chance, „Menschen zusammenzubringen und Ängste abzubauen“, sagte er. Angst hätten nur die, die noch nie Kontakt mit Flüchtlingen gehabt hätten.

Großes Engagement der Lüner für Geflüchtete

Horst Müller-Baß, Erster Beigeordneter der Stadt Lünen, erklärte: Lünen habe einen guten Weg eingeschlagen. Das Engagement zeige deutlich, dass Lüner zusammenstehen, um Geflüchtete zu integrieren und ihnen zu einer zweiten Heimat zu verhelfen. Aufgabe der Stadt sei es nun, Akteure zusammenzubringen und Türen zu öffnen.

„Wir brauchen gute Kooperationspartner bei der Stadt“, forderte Dr. Wolfgang Andree vom Arbeitskreis Flüchtlinge. Die Hemmschwellen für Geflüchtete bei Behörden müssten abgebaut werden, damit ehrenamtliche Unterstützung und letztlich auch „Neuland“ überflüssig würden.

Dass der Treffpunkt nur durch ganz viel Einsatz und Unterstützung auch von Sponsoren möglich war, machte Günter Unkrig vom Arbeitskreis Flüchtlinge deutlich. Er dankte allen: „Sie haben ein tollen Treffpunkt geschaffen.“

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Details zu "Neuland"

  • Das Land unterstützt in Lünen Sportvereine, buntes Kulturhaus, Caritas und den Arbeitskreis Flüchtlinge mit 29.000 Euro. 18.728 Euro flossen in „Neuland“.
  • Öffnungszeiten: Di., Mi., Do. und Fr. von 17 bis 21 Uhr.

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