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A2-Vollanschluss

Nordtunnel in Lünen-Süd: Baustart wohl im April

LÜNEN-SÜD Lange hat es sich hingezogen, jetzt scheint es endlich loszugehen: Am geplanten Nordtunnel in Lünen-Süd zwischen der Preußen- und der Bebelstraße werden in Kürze die ersten Vorarbeiten beginnen. Der Brückenbaustart ist für April geplant. Und auch für den Anschluss an die A2 gibt es einen neuen Zeitplan.

Nordtunnel in Lünen-Süd: Baustart wohl im April

Das ist - aus Richtung Dortmund-Lanstrop kommend betrachtet - der bisherige Tunnel unter der Bahnlinie, der die Preußenstraße mit der Bebelstraße verbindet.

Mit vorbereitenden Arbeiten für den Bau des Tunnels wird die DB Netz nach eigenen Angaben in Kürze beginnen. Der eigentliche Baustart soll dann im April sein. Diesen Zeitplan nannte ein Bahnsprecher auf Anfrage dieser Redaktion.

Die DB Netz hat den Brückenbau-Auftrag vergeben. Die Ausschreibungen sowohl für die Straße darunter und die beiden Kreisverkehre sind von der Stadt Ende des Jahres veröffentlicht worden. Somit sei nach den Förderrichtlinien der Baubeginn erfolgt, erklärt Hendrik Lütke Brintrup, Projektingenieur der Abteilung Straßenbau, der Stadt. Das ist wichtig, um für das mit 10 Millionen Euro kalkulierte Projekt Nordtunnel vom Land Fördergelder in Höhe von 65 Prozent zu erhalten.

In Zukunft den Verkehr entlasten

Der neue Tunnel ist für die Zukunft ausgelegt: Kommt der A2-Vollanschluss, ist mit deutlich mehr Verkehr zu rechnen, der vor allem über die Bebelstraße (L556) und die Preußenstraße rollt. Die jetzige Unterführung der L556 südlich des Preußenbahnhofs hält die Stadt bei einer Zunahme des Verkehrs für nicht mehr ausreichend. Zumal der Tunnel nur vier Meter hoch ist und darin regelmäßig Lastwagen stecken bleiben. Der Nordtunnel – nördlich des Preußenbahnhofs verlaufend – soll den alten Tunnel entlasten.

LÜNEN-SÜD Wann der Vollanschluss an die Autobahn 2 in Lanstrop kommt, ist weiterhin unklar. Ein Bauprojekt, das eng damit verknüpft ist und das eine ähnlich lange Vorgeschichte hat, wird nun jedoch angegangen: Will man für den sogenannten Nordtunnel in Lünen-Süd Fördergelder bekommen, muss noch 2015 gebaut werden.mehr...

Der Nordtunnel ist so konzipiert, dass die Bahngleise auf dem bisherigen Niveau bleiben. Die Autos sollen künftig darunter hindurch geführt werden. Die Bahn wird die nötigen Überbauten zunächst seitlich der Gleise erstellen. Später werden sie dann eingeschoben.

Ende 2017 sei mit der Fertigstellung zu rechnen, heißt es seitens der Bahn. Auf der Strecke Dortmund-Gronau ist der RB 50 (Münster, Lünen, Dortmund) und der RB 51 (Westerland-Bahn zwischen Dortmund, Coesfeld und Enschede) unterwegs.

Parallel zu den Arbeiten der Bahn wird die Stadt Lünen mit dem Bau der beiden Kreisverkehre und dem Kanal Bebelstraße beginnen. In diesem oder im kommenden Jahr entsteht dann auch das Trogbauwerk – die Verbindungsstraße zwischen der Bebel- und Preußenstraße unter den Gleisen. Die bekommt beidseitig einen Geh- und Radweg. Dazu werden im Februar die ersten Bäume gefällt. „Wir hoffen, 2018 fertig zu sein“, sagt Lütke Brintrup.

A2-Vollanschluss: Verfahren wird derzeit vorbereitet

Der Autobahnvollanschluss lässt dann aber noch auf sich warten. „Wir bereiten in diesem Jahr die Planfeststellung vor“, erläutert Eva Fehren-Schmidt, Projektleiterin der Regionalniederlassung Ruhr von Straßen NRW. Die Unterlagen gehen an die Bezirksregierung Arnsberg, die dann das Beteiligungsverfahren mit Erörterungstermin einleitet.

Wenn alles glatt durchläuft, könnten die Arbeiten für die A2-Anbindung an der Kurler Straße 2019 starten. Doch so ein Verfahren berge viele Unwägbarkeiten. Die Bauzeit für den mit 3,5 Millionen Euro veranschlagten Neubau des Knotenpunktes wird mit einem Jahr angegeben, inklusive Lärmschutz und Entwässerung.

Dann sollen Verkehrsteilnehmer auch in Richtung Oberhausen auffahren und aus Richtung Hannover kommend abfahren können.

 

Wo was geplant ist, haben wir auf dieser interaktiven Karte veranschaulicht:

  • das gelbe Auto markiert die geplante Auf- und Abfahrt an der A2 (blau)
  • lila eingefärbt ist der bisherige Tunnel unter der Eisenbahnlinie
  • die rote Linie markiert den geplanten neuen Tunnel, die beiden roten Kreise zwei geplante Kreisverkehre
  • klicken Sie auf die Symbole für weitere Informationen
  • durch Klick auf die Plus- und Minus-Tasten können Sie rein- bzw. raus-zoomen

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