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Steine müssen neu verlegt werden

Pfusch: Pflaster in Lüner City sorgt erneut für Ärger

LÜNEN Bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen wurden weite Teile des frisch verlegten Pflasters in der City im Bereich zwischen Lippebrücke und Persiluhr neu verlegt. Zum Ärger von Anwohnern, Passanten und den Einzelhändlern.

Pfusch: Pflaster in Lüner City sorgt erneut für Ärger

Das Foto stammt von Montag. Da wurde das komplette neue Pflaster vor der Pizzeria La Piccola abgetragen - unter den Argusaugen eines Passanten.

Mitte September mussten weiträumig Teile des schon verlegten Pflasters in Höhe der Metzgerei Stolzenhoff und des Optikers Schnurbusch an der Münsterstraße aufgerissen werden. Nach Angaben der Stadt wegen eines defekten Stromkabels. Weitere Details wurden nicht bekannt.

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Montag dann wiederholte sich das Spiel vor der Pizzeria La Piccola an der Münsterstraße. Das Pflaster vor dem Restaurant, wo bis vor wenigen Tagen noch Außengastronomie auf neuem Untergrund stattfand, wurde in Handarbeit von Arbeitern der ausführenden Firma feinsäuberlich Stein für Stein aufgehoben.

Warum? „Im Rahmen der Bauüberwachung sind Mitarbeitern der städtischen Straßenbauabteilung bei der Pflasterung der Fußgängerzone Münsterstraße im Bereich vor der Pizzeria deutliche Mängel aufgefallen“, teilte die Stadt am Dienstag auf Anfrage unserer Redaktion mit. Nach ersten Erkenntnissen sei der Untergrund, auf dem das Pflaster dort aufgebracht wurde, von der ausführenden Firma teilweise zu dick aufgetragen worden.

"Da hat der Subunternehmer Mist gebaut"

Der Chef der Firma bestätigte dies am Dienstag im Gespräch mit unserer Redaktion vor Ort: „Da hat der Subunternehmer Mist gebaut, obwohl wir ihn frühzeitig darauf aufmerksam gemacht haben.“

„Deshalb hat die Stadt eine sogenannte Mängelrüge an die Firma erteilt und die Beseitigung des Fehlers auf Kosten der betreffenden Baufirma eingefordert“, hieß es bei der Stadt weiter – und: „Die Firma hat danach am Montag ohne die sonst übliche Abstimmung mit der Stadt mit den Nachbesserungsarbeiten vor der Pizzeria begonnen. In einem Abstimmungsgespräch mit der Baufirma wird kurzfristig das weitere Vorgehen beraten werden. Ein erster Termin soll am 20. Oktober stattfinden. Die Stadt wird die Öffentlichkeit aktiv informieren, sobald die Ergebnisse vorliegen.“

Auswirkungen auf den Weihnachtsmarkt?

Ob neben der Pizzeria auch an anderen Stellen das Pflaster aufgehoben werden muss, dazu machte die Stadt gegenüber unserer Redaktion keine Angaben. Unbeantwortet blieb auch die Frage, ob die neuerliche Verzögerung der Pflasterarbeiten Auswirkungen auf den bevorstehenden Weihnachtsmarkt hat?

Zur Erinnerung: Im Bereich zwischen Lippebrücke und Persiluhr sollen nach früheren Angaben der Stadt zumindest einige Weihnachtsmarktbuden für weihnachtliches Flair sorgen.

„Ist uns fast schon egal“, zeigten sich am Dienstag einige Einzelhändler entmutigt.

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Das sagen die Händler zu der neuen Panne:

„Wie lange soll das denn noch dauern? Wir brauchen unsere Kunden“, sagte Ralf Bettschke, Inhaber von Lotto Böckmann an der Münsterstraße, gegenüber unserer Redaktion. Telefonisch habe ihm das Tiefbauamt auf Nachfrage mitgeteilt, dass neben der Pizzeria wohl auch noch andere Bereiche der Fußgängerzone betroffen seien. Mit der von der Stadt in Aussicht gestellten Fertigstellung des Pflasters bis Ende dieses Jahres werde es wohl nichts. „Was soll man dazu noch sagen“, fragte sich Bettschke.

Fassungslos über die „Chaos-Baustelle“ zeigte sich auch Olaf Huchler, Inhaber des gleichnamigen Feinkostgeschäftes an der Münsterstraße: „Heute so, morgen so: Die ganze Baustelle vermittelt den Eindruck, dass dort völlig unkoordiniert gearbeitet wird. Damit treibt man die Kundschaft aus der Stadt, die wir hier so dringend brauchen.“ Die Umsatzeinbrüche sprächen Bände. Olaf Huchler: „Jede Verzögerung kostet mich und meine Nachbarn, nicht nur Nerven, sondern richtig Geld.“ 

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