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Verdi-Demo in vielen Städten

Protest gegen Personalnot in Krankenhäusern

LÜNEN Mehr Personal für die Krankenhäuser in Deutschland - das haben Mitarbeiter der Kliniken am Mittwoch in einer bundesweiten Demo gefordert. Auch in Lünen und anderen Orten in der Region haben sich viele Menschen am Protest beteiligt. Wir zeigen einige Beispiele.

Protest gegen Personalnot in Krankenhäusern

Vor dem Marienkrankenhaus in Schwerte demonstrierten ab 13 Uhr für einige Minuten mehr als 80 Mitarbeiter der Klinik gegen die aktuellen Arbeitsbedingungen. Sie hielten dabei Plakate hoch, die stellvertretend für die fehlenden Arbeitsplätze stehen.

Verdi und Grüne forderten mit der Aktion in seltener Allianz, dass ein Gesetz her müsse. Die Gewerkschaft forderte die Politik auf, für eine ausreichende Personalausstattung an deutschen Kliniken zu sorgen. Unterstützung bekam sie dabei am Mittwoch von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) und den Grünen.

Beschäftigte aus mehr als 1300 Kliniken machten nach Verdi-Angaben mit einer symbolischen Aktion jeden fehlenden Arbeitsplatz mit einer Ziffer kenntlich. Nach Angaben von Verdi hat es eine Aktion in dieser Größenordnung noch nie gegeben.

Die Aufforderung richtete sich an die in Bad Dürkheim tagenden Gesundheitsminister von Bund und Ländern. Um gute Qualität bei der Patientenversorgung dauerhaft sicherzustellen, sei ausreichend Personal nötig, sagte Verdi-Vorstandsmitglied Sylvia Bühler.

Verdi-Protest vor der Krankenhäusern der Region

So sah es in Dortmund beim Protest aus. Szenen, die sich vor dem Eingang der Städtischen Kliniken an der Beurhausstraße abspielten.
So sah es in Dortmund beim Protest aus. Szenen, die sich vor dem Eingang der Städtischen Kliniken an der Beurhausstraße abspielten.
So sah es in Dortmund beim Protest aus. Szenen, die sich vor dem Eingang der Städtischen Kliniken an der Beurhausstraße abspielten.
So sah es in Dortmund beim Protest aus. Szenen, die sich vor dem Eingang der Städtischen Kliniken an der Beurhausstraße abspielten.
Symbolisch als Alarmglocken ließ das Klinikum Lünen während der Demo die neu aufgestellten Glocken läuten.
Auch viele Mitarbeiter des St. Marien-Hospitals in Lünen beteiligten sich an der Protestaktion.
Auch die Mitarbeiter des St. Christophorus-Krankenhauses in Werne beteiligten sich an der bundesweiten Protestaktion von Verdi.
Vor dem Marienkrankenhaus in Schwerte demonstrierten ab 13 Uhr für einige Minuten mehr als 80 Mitarbeiter der Klinik gegen die aktuellen Arbeitsbedingungen. Sie hielten dabei Plakate hoch, die stellvertretend für die fehlenden Arbeitsplätze stehen.
Vor dem Marienkrankenhaus in Schwerte demonstrierten ab 13 Uhr für einige Minuten mehr als 80 Mitarbeiter der Klinik gegen die aktuellen Arbeitsbedingungen. Sie hielten dabei Plakate hoch, die stellvertretend für die fehlenden Arbeitsplätze stehen.
Vor dem Marienkrankenhaus in Schwerte demonstrierten ab 13 Uhr für einige Minuten mehr als 80 Mitarbeiter der Klinik gegen die aktuellen Arbeitsbedingungen. Sie hielten dabei Plakate hoch, die stellvertretend für die fehlenden Arbeitsplätze stehen.

Dortmund: Langes Banner und viele kleine Schilder

In Dortmund beteiligten sich Klinikum Dortmund (Mitte und Nord) sowie Klinikum Westfalen (Brackel und Lütgendortmund) und LWL-Klinik. Vor dem Eingang der Städtischen Klinik Mitte hielten Mitarbeiter Zettel mit Nummern hoch. Die standen stellvertretend für die fehlenden Stellen.

Außerdem stand die Forderung deutlich lesbar auf einem großen Schild: "Mehr Personal - gesetzlich sichern".

 

Verdi-Protest gegen Personalmangel vor den Städtischen Kliniken in #dortmund #Verdi #Krankenhäuser

Ein von Ruhr Nachrichten (@rnlive) gepostetes Video am 24. Jun 2015 um 7:27 Uhr

 

Werne: Am Krankenhaus fehlen 76 Stellen

In Werne im Kreis Unna beispielsweise beteilten sich 76 Mitarbeiter des St. Christophorus-Krankenhauses an der bundesweiten Verdi-Aktion, die auf die Personalknappheit aufmerksam machen sollte.

Rein rechnerisch fehlen danach bundesweit 162.000 Stellen, davon in Werne 76. Mitarbeitervertretung und Krankenhausleitung unterstützten diese Aktion, insbesondere vor dem Hintergrund der geplanten Gesetzgebung.

Diese werde zu finanziellen Einschnitten bei den Krankenhäusern führen, selbst wenn ein Pflegestellenförderprogramm für zusätzliche Pflegefachkräfte aufgelegt werden soll. „Das ist reine Maskerade“, sagte Bernd Schmidt, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung.

Deutschlandweit sei zwar ein Missverhältnis zwischen dem Ansteigen der Patientenzahl und der Personalausstattung andererseits, wie auch Geschäftsführer Michael Goldt und Pflegedirektor Ludger Risse bestätigten. Aber die Zahl 76 fehlende Stellen sei nur rechnerisch zu sehen, betonten sie. „Sonst könnte Werne dicht machen“, meinte Goldt.

 

Pflegedirektor Ludger Risse

Ein von Ruhr Nachrichten (@rnlive) gepostetes Video am 24. Jun 2015 um 4:37 Uhr

 

 

Personalbemessung im Krankenhaus Werne.' href='https://instagram.com/p/4T06WIyMAo/' style=' color:#000; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none; word-wrap:break-word;

Ein von Ruhr Nachrichten (@rnlive) gepostetes Video am 24. Jun 2015 um 4:13 Uhr

 

 

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Ein von Ruhr Nachrichten (@rnlive) gepostetes Video am 24. Jun 2015 um 4:03 Uhr

 

Lünen: Klinikum ließ die "Alarmglocken" läuten

Am Klinikum Lünen läuteten die neu aufgestellten Glocken der ehemaligen Kapelle - quasi als Alarmglocken. Mehrere hundert Mitarbeiter aus allen Bereichen des St.-Marien-Hospitals beteiligten sich um 13 Uhr an der Aktion. Für einige Minuten stand das Klinikum still – abgesehen von der Notfallversorgung. 

„Die Krankenhäuser werden ausgequetscht zu Lasten der Patienten“, rief Geschäftsführer Axel Weinand den Demonstranten zu. Der Öffentlichkeit werde Sand in die Augen gestreut. Damit spielte er auf den vom Bundeskabinett beschlossenen Entwurf des Krankenhausstrukturgesetzes an.

Von 2016 bis 2018 sollen deutschlandweit zwar 660 Millionen für zusätzliche Pflegekräfte bereitgestellt werden. Das wären 220 Millionen Euro pro Jahr. Damit wären rein rechnerisch 4400 zusätzliche Stellen möglich.

Für Lünen bedeute das vier Stellen. „Ein Tropfen auf den heißen Stein“, so Weinand. Denn Lünen bräuchte für seine 20 Stationen etwa 150 neue Kräfte, um eine spürbare Entlastung für den Patienten zu erreichen.

Schwerte: 84 Stellen zu wenig

Bestreikt wurde auch kurzzeitig das Marienkrankenhaus in Schwerte. Dorothea Wolfgart, die Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, rechnete vor: 84 Stellen würden fehlen.

Mit dpa

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