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Lüner Steinkohlekraftwerk

Rechtsstreit kostete Trianel bereits Millionen Euro

LÜNEN Der Rechtsstreit um das Trianel-Kraftwerk in Lünen ist eine einträgliche Einnahmequelle für Gutachter und Anwälte. Trianel hat bereits mehrere Millionen Euro ausgegeben. Und schon im Mai steht der nächste Termin vor Gericht für die Kraftwerksbetreiber an.

Rechtsstreit kostete Trianel bereits Millionen Euro

Das Trianel-Kraftwerk in Lünen.

Auf einen „deutlich siebenstelligen Betrag“ seit 2008 bezifferte Kraftwerks-Geschäftsführer Stefan Paul am Mittwoch die Kosten. Am 11. und 12. Mai wird es für Trianel das nächste Mal ernst vor Gericht: Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster verhandelt erneut darüber, ob die von der Bezirksregierung Arnsberg erteilten Genehmigungen für das Steinkohlekraftwerk im Stummhafen rechtens ist. Kläger ist unter anderem der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Wie Paul sagte, hat das Gericht den 13. Mai noch als Reservetag festgesetzt. Der BUND hofft, dass das Gericht die Genehmigung kassiert. Trianel erwartet eine Bestätigung der Genehmigung. Während es vor dem OVG vor allem um den immissionsschutzrechtlichen Teil geht, ist vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen noch eine Klage des BUND in Sachen Wasserrecht anhängig. Dafür sei noch kein Termin in Aussicht, so Paul. Der Rechtsstreit zieht sich möglicherweise noch über Jahre hin.

Oberverwaltungsgericht Münster

Über das Trianel-Kraftwerk wird im Mai verhandelt

LÜNEN Das Lüner Trianel-Kohlekraftwerk produziert nicht nur Strom, sondern regelmäßig auch Nachrichten aus Gerichtsurteilen. Bald ist es wieder soweit. Das Oberverwaltungsgericht Münster will im Mai über Klagen verhandeln, mit denen Kraftwerksgegner das Projekt stoppen wollen.mehr...

So sieht es technisch und wirtschaftlich beim Kraftwerk aus:

Das Kraftwerk ist unterdessen wieder technisch fit. Im vergangenen Jahr hatte es, aufgrund von Gewährleistungsarbeiten, fünf Monate still gestanden. Die Gewährleistungsarbeiten waren geplant, ihre lange Dauer war es nicht. Ursache war vorzeitiger Verschleiß an Stahlrohren im Kessel aufgrund der falschen Einstellung einer Reinigungsanlage, so Paul. Daraufhin habe man fast 2000 Rohrstücke austauschen müssen, sagte der Kraftwerksleiter. Insgesamt seinen während der zweijährigen Gewährleistungsfrist beinahe 2000 Punkte abgearbeitet worden. Aktuell seien noch „zwei Handvoll“ zu erledigen.

Trianel erwartet, dass das Kraftwerk in diesem Jahr über 2,8 Millionen Kilowattstunden Strom produziert. Das entspreche einer Auslastung in Höhe von 75 Prozent. Die wirtschaftliche Situation des Kraftwerks bleibt allerdings schwierig. Die Investitionsentscheidung sei 2008 bei einem Börsenstrompreis von 69 Euro je Megawattstunde (MWh) gefallen, so Trianel-Sprecher Elmar Thyen. Zur Zeit liege der Preis bei 23 Euro. Um die Vollkosten zu erwirtschaften – darin sind die Kreditkosten für den Bau enthalten – brauche man etwa 60 Euro.

Umwelt-Verträglichkeit von Kraftwerken

Trianel: Europa-Gericht kritisiert deutsche Gesetze

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