Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Motorradclub erwägt rechtliche Schritte

Rocker-Symbole verboten: Bandidos wollen klagen

LÜNEN Rocker-Symbole dürfen in immer mehr Städten in Nordrhein-Westfalen nicht mehr öffentlich getragen werden - auch in Dortmund und Lünen. Der Motorradclub Bandidos prüft rechtliche Schritte dagegen. Das kündigte der Deutschland-Sprecher der Rocker im Gespräch mit unserer Redaktion an.

/
Mexikanischer Bandit mit Machete und Revolver: Das Symbol der Bandidos darf im Zuständigkeitsbereich der Staatsanwaltschaft Dortmund/Lünen nicht mehr öffentlich getragen werden.

"Das Verbot ist ärgerlich", so Bandidos-Pressesprecher Michael (r.) - hier vor dem Clubhaus an der Lüner Münsterstraße 49a. Das Tragen der Kutte mit dem Bandidos-Symbol gehöre für den Motorradclub dazu.

Nach Düsseldorf, Köln, Duisburg und Bochum beschloss jetzt auch die Staatsanwaltschaft Dortmund, dass die Rocker-Symbole nicht mehr öffentlich zur Schau gestellt werden dürfen. Im Fall der Bandidos handelt es sich dabei um das Club-Emblem des „Fat Mexican“, des mexikanischen Banditen mit Machete und Revolver. Dieses Symbol findet sich auf jeder Kutte der Bandidos-Mitglieder.

Die Staatsanwaltschaft Dortmund, zu der auch Lünen gehört, bezieht sich bei ihrem Beschluss auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg von April dieses Jahres: Dieses Gericht hatte die Symbole der Hells Angels, den geflügelten Totenkopf („Death´s Head“) und den rotweißen Schriftzug „Hells Angels“ zum „Kennzeichen einer verbotenen Vereinigung“ erklärt. „Bei uns gilt das genauso für die Bandidos“, sagte am Montag die Dortmunder Oberstaatsanwältin Dr. Barbara Vogelsang. Zuwiderhandlungen würden ab sofort strafrechtlich verfolgt. „Dabei handelt es sich um eine Geldstrafe oder um eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr“, sagte Vogelsang weiter. Für die Umsetzung des Verbotes ist die Polizei verantwortlich.

„Das mit dem Verbot ist schon ärgerlich“, sagte Bandidos-Sprecher Michael*. „Unabhängig davon, dass das Hamburger Urteil nicht auf die Bandidos übertragbar ist, habe ich immer gedacht, dass in Deutschland jeder das Tragen darf, was er möchte.“ Dass das Verbot komme, habe die Bandidos aber nicht wirklich überrascht. Dies sei abzusehen gewesen. Dennoch, erklärte der Bandidos-Sprecher, seien die Mitglieder betroffen, schließlich fühlten sie sich in ihren Freiheitsrechten eingeschränkt: „Das Tragen der Kutte mit dem Club-Emblem gehört zum Motorradfahren einfach dazu.“ *

/
Mexikanischer Bandit mit Machete und Revolver: Das Symbol der Bandidos darf im Zuständigkeitsbereich der Staatsanwaltschaft Dortmund/Lünen nicht mehr öffentlich getragen werden.

"Das Verbot ist ärgerlich", so Bandidos-Pressesprecher Michael (r.) - hier vor dem Clubhaus an der Lüner Münsterstraße 49a. Das Tragen der Kutte mit dem Bandidos-Symbol gehöre für den Motorradclub dazu.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

„Big Bags“ in Lünen

Weihnachtsmarkt: Diskussionen um „Terror-Stopper“

Lünen Manche Bürger bezweifeln Wirkung der sogenannten „Big Bags“ in der Lüner Fußgängerzone. Die Stadt rechtfertigt die Maßnahme zum Weihnachtsmarkt – und nennt die Gründe dafür.mehr...

Kein Gesprächstermin

Forensik in Lünen steht „nicht zur Disposition“

LÜNEN Nach dem Machtwechsel in Düsseldorf könnte das Gesundheitsministerium die Pläne für eine Forensik in Lünen neu bewerten. Das war jedenfalls die Hoffnung der Stadt, die mit ihrer Klage gegen den Bau der Anstalt vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen gescheitert war. Doch diese Hoffnung kann man im Rathaus wohl begraben.mehr...

Freifunk-Netzwerk

W-Lan-Ausbau in Lüner Innenstadt stockt

LÜNEN Flächendeckendes, freies W-Lan sollte die Lüner Innenstadt attraktiver machen - vor allem für die Jugend. Fördermittel für den Ausbau verfallen jetzt trotz aller Bemühungen. Dabei scheitert das Freifunk-Netz vor allem am Desinteresse der Gewerbetreibenden.mehr...

Verbreitet Lebensfreude

12 Wochen alter Hund ist nun im Lüner Hospiz-Team

LÜNEN Nur zwölf Wochen ist der neueste Mitarbeiter des Lüner Hospizes am Wallgang alt. Er heißt Amano und ist ein Hunde-Baby. Die Gäste haben den kleinen Begleiter schon lieb gewonnen, er lässt sie für einen Moment die Schmerzen vergessen. Für diese Aufgabe hat Amano eine besondere Ausbildung bekommen.mehr...

Bundesligastart

Das hoffen Lüner Fanclubs für ihre Mannschaften

LÜNEN Die Bundesliga-freie Zeit ist vorbei. Gott sei Dank, werden viele Fans sagen. Wir haben die Lüner Fanclubs von Borussia Dortmund und Schalke 04 befragt, was sie ihrer Mannschaft in dieser Saison zutrauen. Beim BVB soll endlich wieder Ruhe einkehren, bei Schalke liegen die Hoffnungen auf Trainer Tedesco.mehr...

Auswanderer

Wie ein Lüner den Hurrikan Irma miterlebte

LÜNEN/MARCO ISLAND Seit der Lüner Chris Hadac vor 16 Jahren in die USA gezogen ist, hat er schon viele Hurrikans erlebt: Doch "Irma" übertraf alles. Während sich viele Bewohner Floridas in anderen Bundesstaaten in Sicherheit gebracht hatten, blieb der Lüner vor Ort: "Du fühlst dich einfach hilfslos", schildert er seine Erfahrung mit dem Sturm.mehr...