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Nach Großbrand

Schlachthof: Kein Wiederaufbau

LÜNEN „Schlachthof Lünen seit 1899“. So ist es auf den Fahrzeugen der Firma Milk & Beermann zu lesen. Jetzt steht fest: Diese lange Tradition findet keine Fortsetzung mehr.

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Das frühere Stallgebäude. Durch den Gang in der Mitte liefen die Schweine ihrem Tod entgegen. Rechts und links davon befanden sich Ställe, hier ist jetzt Material zwischengelagert.

Der LKW abgmeldet, die Gebäude dahinter schwer beschädigt: Symbolisch steht dieses Bild für das Ende des Schlachthofes.

Auch hier hat das Feuer gewütet: Freier Blick zum Himmel durch das zerstörte Dach.

Der zerstörte Teil der Zerlegehalle: Hier richtete das Feuer die schlimmsten Schäden an.

September 2011: Großbrand im Schlachthof

Ein Brand, der die Einsatzkräfte in Atem hielt: Der Schlachthof in Lünen hat gebrannt.
Der Qualm machte den Einsatzkräften zu schaffen.
Der Schlachthof in Lünen hat gebrannt.
Der Schlachthof stand in Flammen.
Der Schlachthof stand in Flammen.
Der Schlachthof stand in Flammen.
Der Schlachthof stand in Flammen.
Der Schlachthof stand in Flammen.
Der Schlachthof in Flammen. Die Feuerwehr ging mit mehreren Drehleitern in den Löscheinsatz.
Die Lüner Feuerwehr erhielt Unterstützung von den Kollegen aus Bergkamen.
Der Schlachthof stand in Flammen.
Der Schlachthof stand in Flammen.
Der Schlachthof stand in Flammen.
Der Schlachthof stand in Flammen.
Anstregende Löscharbeiten: Gegen 12.30 Uhr wurde Alarm ausgelöst, am Nachmittag war das Feuer gelöscht. Mehr als 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz.
Nach dem Großeinsatz der Feuerwehr sind jetzt Kripo und Gutachter vor Ort, um die Brandursache zu ermitteln. Vermutet wird ein defektes Kabel.
Der Schlachthof stand in Flammen. Über die Dächer umliegender Gebäude griffen die Feuerwehrleute auf den Brand zu.
Die Schlachthof-Mitarbeiter verließen das Gebäude und fanden sich auf der Straße ein.
Der Schlachthof stand in Flammen. Die Mitarbeiter (zu erkennen an der Arbeitskleidung) mussten den abgesperrten Bereich verlassen. Außerdem fanden sich Schaulustige ein.
Der Schlachthof stand in Flammen.
Der Schlachthof stand in Flammen-
Der Schlachthof stand in Flammen.
Der Schlachthof stand in Flammen.
Der Schlachthof stand in Flammen.
Der Schlachthof stand in Flammen.
Der Schlachthof stand in Flammen.
110 Einsatzkräfte bekämpften den Brand im Schlachthof.
Der Schlachthof stand in Flammen.
Der Schlachthof stand in Flammen.
Der Schlachthof stand in Flammen.
Der Schlachthof stand in Flammen.
Der Schlachthof stand in Flammen.
Der Großbrand am Schlachthof legte am Montag ganz Lünen lahm.
Eine riesige Qualmwolke zieht über die Innenstadt hinweg. RN-Foto Fiedler
Der Schlachthof stand in Flammen.

„Es sieht so aus, als ob hier nie wieder ein Schwein geschlachtet wird“, sagt Geschäftsführer Heinrich Milk. Die letzten Tiere ließen ihr Leben am 19. September 2011 morgens, jenem Schicksalstag, als vormittags der verheerende Großbrand wütete. „Wir machen weiter“, hatte Milk unmittelbar nach dem Feuer trotzig erklärt.  

Dann gingen Wochen und Monate ins Land: Milk musste den durch einen technischen Defekt verursachten Brandschaden mit der Versicherung abrechnen. Parallel überlegte, plante, rechnete er – und rang sich vor wenigen Wochen zu einer finalen Entscheidung durch: Es gibt keinen Wiederaufbau des Schlachthofes.  Das Risiko, am Standort Borker Straße zu bauen, sei ihm am Ende zu unkalkulierbar erschienen. „Der Standort ist problematisch. Ich hätte ein Genehmigungs-Verfahren nach Bundesimmissionschutzrecht durchführen müssen. Möglicherweise hätte es Klagen gegeben.“  

Ursprünglich wollte Milk den bestehenden Schlachthof erweitern, hatte dafür das Grundstück der benachbarten Feuerwache gekauft, die in diesen Tagen zur Kupferstraße umzieht. „Aber trotzdem wäre es mit dem Platz knapp geworden“, sagt er.  Ohnehin hätte die Entschädigung der Versicherung nicht für einen Wiederaufbau gereicht, betont der Schlachthof-Chef, erst recht nicht für einen Neubau auf der grünen Wiese. Das Gewerbegebiet Wethmarheide war als Standort im Gespräch. Von den knapp 50 Beschäftigten des Schlachthofes sind nur Milk und eine Mitarbeiterin der Buchhaltung geblieben. Den übrigen hatte der Geschäftsführer Ende Oktober 2011 kündigen müssen. In Lünen gab es keine Arbeit mehr für sie.  

Ungefähr 20 seien in Gelsenkirchen untergekommen, wo Milk seit dem Brand schlachten lässt. Allerdings nicht mehr in dem Umfang wie in Lünen, wo rund 6000 Schweine pro Woche verarbeitet wurden. „Kaufmännisch ist es für mich natürlich auch nicht so interessant“, betont er.  Jetzt will Milk Maschinenpark und Fahrzeuge in Lünen verkaufen und dann „sehen, dass wir hier wieder Arbeitsplätze schaffen“.  

Wie sich das „stadtentwicklungstechnisch interessante Grundstück“ vermarkten lassen könnte, darüber macht sich Milk nun Gedanken – Ideen und Investoren sind ihm willkommen.

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