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Altlüner Gymnasium beteiligt sich an Projekt

Schüler gestalten europäische Stühle

Nordlünen Im Kunstraum des Gymnasiums Altlünen stehen Stühle, viele Stühle. Die verwandeln Schüler jetzt mit Farben, Pinseln, englischem Weingummi und italienischer Pasta in ein Europa-Projekt.

Schüler gestalten europäische Stühle

Die Grundlage für den Frankreich-Stuhl ist gelegt. Geplant ist noch, einen Eiffelturm zu basteln und auf dem Sitz zu platzieren. Foto: Beate Rottgardt

Etwas typisch Tschechisches zu finden, ist gar nicht so einfach. Jedenfalls für zwei Schüler des Altlüner Gymnasiums. Sie sollen einen Holzstuhl gestalten, zum Thema Europa. Gezogen haben sie das Los „Tschechien“ und das würden sie am liebsten doch noch tauschen. „Das geht nicht“, bleibt Kunstlehrerin Katrin Hübscher hart. Die Jungs müssen sich was zu Tschechien einfallen lassen. Immerhin – die Flagge haben sie schon im Internet gefunden, die Karlsbrücke in Prag auch. Vielleicht jetzt noch Pan Tau, den Helden früherer Kindergenerationen, oder was zum „Prager Frühling“?

Fotos Stuhlaktion

Ein Stuhl für Großbritannien, mit Flagge und Krönchen.
Ein Stuhl zu Frankreich, mit einer Allee, die zur Lehne und damit zu einem gemalten Eiffellturm mit Feuerwerk hinführt.
Franziska (l.) und Katharina gestalten einen Stuhl zum Thema Großbritannien, mit Weingummi und Teebeuteln.
Onur (l.) und Luca gestaltebn einen italienischen Stuhl mit Pasta, die per Heißluftpistole an den Stuhlbeinen angebracht wird.
Dieser Stuhl wurde von den Q2-Schülern als Thron gestaltet - möglicherweise mit Blick auf die englische Queen.
Hamide (l.) und Ülkü haben sich für ihren Stuhl zu Italien überlegt, noch eine künstliche Pizza zu gestalten.
Diese beiden Schüler haben das Los Spanien gezogen und verzieren die Stuhllehne mit Stierhörnern.
Franziska schneidet englische Soldaten mit Bärenfellmützen für den Großbnritannien-Stuhl aus.
Die Grundlage für den Frankreich-Stuhl ist gelegt. Geplant ist noch, einen Eiffelturm zu basteln und auf dem Sitz zu platzieren.
Zwei angehende Abiturientinnen besuchten die kreativen Stuhl-Gestalter.
Die beiden Schülerinnen kümmern sich ums Thema Ungarn. Geplant: Besondere Gebäude aus Budapest auf die Lehne malen und auch Pferde einbeziehen, die in der Puszta leben.
Diese beiden Stühle wurden vom Kunstkurs Q2 von Lehrerin Irene Konradi gestaltet.
Zeit haben sie noch, bis Ende April soll das Projekt beendet sein. Die Idee dazu, Holzstühle künstlerisch zu allen (noch) 28 Staaten der EU zu gestalten, hatte die Bürgermeister-Harzer-Stiftung. Jochen Otto aus dem Vorstand besuchte am Dienstag den Kunstkurs von Katrin Hübscher, um sich schon mal die Fortschritte anzusehen.

Neun Schulen sind dabei

„Insgesamt beteiligen sich neun Schulen an dem Projekt. Weil wir alle 28 EU-Länder darstellen wollten und damit es gerecht ist, haben wir jeder Schule eine Anzahl von Ländern zugelost“, so Otto. Gezeigt werden die Ergebnisse am 9. Mai, dem Europatag, auf dem Platz neben dem Rathaus, der dann feierlich den Namen „Europaplatz“ bekommt. Otto: „Nach der Aktion brauchen wir so etwa 80 Leute, die je einen der Stühle vom Rathaus in die Stadtkirche tragen, wo sie dann noch ausgestellt werden sollen.“ Später können Interessenten die Stühle kaufen für mindestens zehn Euro pro Stuhl. Der Erlös geht an die Bürgermeister-Harzer-Stiftung für neue Projekte.

Wenn das soweit ist, haben die Schüler des Altlüner Gymnasiums schon ihre Noten für die Stühle bekommen. Katrin Hübscher ist begeistert, wie viel Ehrgeiz und Kreativität manche Schüler in das Projekt stecken: „Sie wollen sogar in der Mittagspause an ihrem Stuhl arbeiten.“ Nicht nur das Ergebnis wird benotet, auch der Arbeitsprozess, wie selbstständig die Schüler ihre Ideen umsetzen.

Katharina (15) und Franziska (16) haben ihren britischen Stuhl nicht nur mit der Flagge bemalt. An den Stuhlbeinen kleben Weingummi und Teebeutel. Neben ihnen greifen Onur (17) und Luca (17) zur Heißluftpistole und kleben Nudeln an die Stuhlbeine ihres Stuhles mit der italienischen Flagge. Italien ist auch das Thema von Hamide (16) und Ülkü (16). „Wir wollen noch aus Ton oder Pappe eine Pizza formen und die auf den Stuhl kleben. Auf der Lehne haben sie schon Gläser und Trauben vorgezeichnet, bei ihnen geht es um italienisches Essen.

Diese Schulen beteiligen sich am Stuhl-Projekt: GymnasiumAltlünen, Heinrich-Bußmann-Schule, Overbergschule, Schule am Lüserbach, Viktoriaschule, Geschwister-Scholl-Gesamtschule, Realschule Altlünen, Lippe Berufskolleg und Freiherr-vom-Stein-Gymnasium.

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