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Sicherungen sind nicht sicher vor Nachbau

LÜNEN Vorsicht ist bekanntlich die Mutter der Porzellankiste. Und was für Porzellan gilt, gilt auch für Sicherungen. Jedenfalls, wenn man sie nach China exportiert.

Sicherungen sind nicht sicher vor Nachbau

Bernd Schwegmann jun. mit einer der Hochspannungs-Sicherungen, die nach China exportiert werden.

Die Firma SIBA tut das sozusagen mit angezogener Handbremse. „Wir liefern nur Sicherungen für den Hochspannungsbereich nach China, für den Niederspannungsbereich gar nicht“, erläutert Juniorchef Bernd Schwegmann. Der Grund: Um Niederspannungssicherungen in China zu verkaufen, müsste sich SIBA zertifizieren lassen – und dafür die komplette technische Dokumentation der Produkte im Reich der Mitte offen legen. Das wäre eine Steilvorlage für findige chinesische Produktpiraten.

Der Markt für Hochspannungssicherungen stellt sich völlig anders dar. Wegen der geringen Stückzahlen braucht es keine Zertifizierung. „China ist interessiert an Massenproduktion, und ein solches Produkt ist die Hochspannungssicherung nicht“, so Schwegmann. Versuche, diese mehrere Kilo schweren, technologisch anspruchsvollen Sicherungen nachzubauen, habe es aber dennoch gegeben. „Wir sind auf eine Sicherung mit unserem Firmenlogo gestoßen. Darin befand sich nicht einmal Sand“, berichtet Schwegmann von einem Fall von Produktpiraterie, der ziemlich daneben ging.

Mit den Sicherungen, die Spannungen von mehreren 100 000 Volt absichern können, ist SIBA in Asien gut im Geschäft. Erster Vertriebsstützpunkt, damals für den gesamten asiatischen Raum, war Singapur. Nach China exportiert SIBA seit etwa zehn Jahren, unterhält eine eigene Repräsentanz in Peking. Die Energieversorger zählen zu den wichtigsten Kunden. 1,1 Millionen Euro Umsatz buchte SIBA im vergangenen Jahr mit dem Reich der Mitte.Unverändert setzt das Unternehmen, das mit knapp 280 Mitarbeitern ca. 35 Millionen Euro Jahresumsatz erwirtschaftet, auf den Standort Deutschland. „Das ist natürlich relativ teuer, aber es ist auch sehr viel wert, wenn ein Entwicklungsingenieur einfach eine Treppe tiefer in die Fertigung gehen kann“, betont Bernd Schwegmann.

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