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Kaufleute fürchten um Geschäfte

Sperrung der Cappenberger Straße sorgt für Unmut

LÜNEN Die Geschaftsinhaber auf der Cappenberger Straße in Lünen sorgen sich um ihre Existenz: Die Straße ist seit Dienstag für drei Monate gesperrt - und schon am Tag 1 kamen weniger Kunden. Auch für Anwohner und Passanten wird es wegen der Baustelle zu zusätzlichen Belastungen kommen.

Sperrung der Cappenberger Straße sorgt für Unmut

Die Geschäftsleute und Anwohner sind über die Baustelle verägert: Wilfried Kutsch (Hauseigentümer), Ulrike Feldmann (Stil und Blüte), Corinne Bussieweke (Mail Boxes etc.), Helmut Hoffmann (Anwohner) und Rainer Bussieweke (Cartridge Point).

Kaufleute an der Cappenberger Straße sehen schwarz für die Zukunft. Aufgrund einer mehrmonatigen Baustelle und Sperrung der Straße fürchten sie um ihre Existenz.

Es ist kurz vor zwölf. Normalerweise bedient Chalikias Karamanoli im Mykonos-Grill an der Cappenberger Straße 8 nun seine hungrigen Kunden. Doch der Imbiss ist menschenleer. Chalikias Karamanoli macht sich Sorgen. Seit Dienstag ist ein Teil der Cappenberger Straße aufgrund von Bauarbeiten an Kanalisation und Abwasserrohren gesperrt. Schon an Tag 1 spüren er und die anderen Geschäftsleute die Auswirkungen.

LÜNEN Es geht weiter mit den Baustellen in der Lüner City: Wie die Stadt am Mittwoch mitteilte, führt sie im Anschluss an die Fertigstellung des Marktplatzes Bau- und Erneuerungsarbeiten in der Markt- und Mauerstraße durch. Über längere Zeiträume sind dazu auch Vollsperrungen nötig.mehr...

Mit der Baustelle ziehen Existenzängste in die Cappenberger Straße ein. Aufgrund von Bauarbeiten ist die Straße im nördlichen Innenstadtbereich zwischen Erzbergerstraße und Kurt-Schumacher-Straße für die nächsten drei Monate für Autos und Fahrräder gesperrt. Fußgänger können den Bereich nur eingeschränkt passieren.

„Das ist geschäftsschädigend“, findet Angela Gomes vom benachbarten Friseur. „Viele ältere Kunden, die nicht mehr gut laufen können, werden sonst vor der Tür rausgelassen. Jetzt ist kein Durchkommen mehr.“ Auch die dortige Bushaltestelle wurde aufgehoben.

Vor allem die Laufkundschaft wird ausbleiben

Ulrike Feldmann von „Stil und Blüte“ rechnet ebenso mit weniger Laufkundschaft in den nächsten Monaten. „Man merkt es schon deutlich, dass weniger Kunden kommen“, sagt die Floristin. Sie macht sich große Sorgen um ihr Geschäft. Denn die Baustelle bringt noch weitere, organisatorische Probleme mit sich. Der LKW des Lieferanten kann nicht mehr vor die Tür fahren. Eine Lösung für dieses Problem hat Ulrike Feldmann noch nicht gefunden. Denn auch in der Einbahnstraße, in der sich der Hintereingang befindet, gibt es nun ein absolutes Halteverbot.

Nachbarin Corinne Bussieweke von "Mail Boxes Etc." kämpft mit den selben Problemen. „Die Kunden, die nur mal eben ein Paket abgeben wollen und dann weiterfahren, werden wegbleiben“, so Bussieweke. Und auch der Paketzusteller, der regelmäßig die Pakete abholt, kommt nicht mehr durch. Einen Parkplatz in der Nähe finden: nahezu unmöglich.

Das werfen die Betroffenen der Stadt vor:

„Die Stadt sollte erst eine Baustelle zu Ende bringen und dann eine andere anfangen“, ärgert sich Ulrike Feldmann. Das (Verkehrs-)Chaos durch Sperrung, Umleitung und fehlenden Parkplätzen ist vorprogrammiert. Die Floristin sieht zwar die Notwendigkeit der Baumaßnahmen. Doch hätte sie vor anderthalb Jahren gewusst, was auf sie zukommt, wäre sie mit ihrem Geschäft nicht in die Cappenberger Straße gezogen.

„Es wäre besser, wenn nicht die komplette Straße gesperrt wäre“, findet Friseurin Angela Gomes und hofft, dass noch eine gute Lösung gefunden wird. Chalikias Karamanoli hofft, dass die Baustelle doch nicht so viel Auswirkung auf das Geschäft haben wird. Doch das die Bauarbeiten, wie versprochen bis Mitte Juli alle erledigt sind, das glaubt er nicht.

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