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Preußenhafen

Stadt hält Kiosk-Kündigung aufrecht

LÜNEN 1407 Unterschriften hat Maria Gerlach an die Stadt übergeben. Dennoch: Die Pächterin des Kiosks am Preußenhafen muss Ende des Jahres ausziehen. Bei der Übergabe der Unterschriften an die Stadt ist am Mittwoch deutlich geworden: Die Fronten sind verhärteter denn je.

Stadt hält Kiosk-Kündigung aufrecht

Unterschriftensammlung in Lünen-Süd: Maria Gerlach (6.v.l.), Kiosk-Betreiberin am Preußenhafen erhielt viel Unterstützung von Bürgern in Lünen-Süd.

Zwei Jahre habe sie doch nur noch bis zur Rente, argumentieren Gerlach und ihre Unterstützer aus Lünen-Süd. Warum könne die Stadt sich nicht von der menschlichen Seite zeigen und die Kündigung zum Jahresende doch noch zurücknehmen? 

Die Antwort: Weil die Pacht ohnehin nur bis Ende 2012 vereinbart war. Weil die Stadt den Gesamtbetrieb am Preußenhafen - Kiosk und Hafenmeisterei - ab 2013 in eine Hand geben will. Weil der Vertrag mit dem neuen Pächter schon unterschrieben sei. Weil es in der Vergangenheit einige Beschwerden gegeben habe. Weil sich der Preußenhafen touristisch hervorragend mache. 

Diese Standpunkte der Stadt wiederum können die Maria Gerlachs Unterstützer nicht nachvollziehen. Warum hat man sie nicht rechtzeitig mit ins Boot geholt? Mit ihr geredet statt die Kündigung per Post zuzustellen? Immerhin könnte die Pächterin doch mittlerweile auch die Hafenmeisterei mit übernehmen - ihr Lebensgefährte habe die notwendigen Bootsscheine und sei jetzt Rentner. 

Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick und Stadtentwicklungs-Planerin Beate Schürmann nahmen die 1407 Unterschriften am Mittwoch entgegen und zur Kenntnis. Mehr nicht - zur Enttäuschung von Maria Gerlach. Statt dessen mussten sich beide Seiten immer wieder zusammennehmen, um nicht doch noch schmutzige Wäsche zu waschen. Einzig in einem Punkt waren sich alle einig: Der neue Pächter, Heinz Haak, könne nichts für diese Situation.

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