Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Stadt verschickt Fragebögen an Bürger in Horstmar

Flüchtlingsunterkunft Querstraße

Wie denken die Bürger in Horstmar über ihren Stadtteil und die geplante Flüchtlingsunterkunft in der Querstraße? Das möchten die Verantwortlichen der Lüner Stadtverwaltung herausfinden.

Lünen

29.06.2018
Stadt verschickt Fragebögen an Bürger in Horstmar

Das ist die erste Seite des Fragebogens, den Bürger aus Horstmar im Briefkasten finden. © Peter Fiedler

„Die Meinungen, Erfahrungswerte und Sichtweisen unserer Bürgerinnen und Bürger liegen uns sehr am Herzen. Der Neubau der Flüchtlingsunterkunft in der Querstraße nimmt konkrete Formen an. Wie die Menschen, die dort leben sollen, im Stadtteil integriert werden, dass ist noch offen und kann gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern vor Ort aktiv gestaltet werden“, erläutert Erster Beigeordneter Horst Müller-Baß die Intention der Befragung. „Und das geht nur, wenn wir wissen, welche Themen und auch Sorgen die Menschen vor Ort beschäftigen.“

2000 Briefe

Insgesamt 2000 Briefe werden deshalb nach dem Zufallsprinzip an die Horstmarerinnen und Horstmarer aus dem näheren Umfeld des Bauprojektes sowie aus dem gesamten Stadtteil verschickt. Sie alle enthalten einen Fragebogen in dem – teils durch Ankreuzen, teils durch Stichworte oder kurze Sätze – die jeweiligen persönlichen Ansichten und Erfahrungen zum Thema abgefragt werden.

Jetzt lesen

Die Stadtverwaltung appelliert: „Jeder, der einen solchen Fragebogen in seinem Briefkasten findet, wird herzlich gebeten, sich an der Umfrage zu beteiligen. Denn: Nur, wer seine Meinung sagt, kann auch gehört werden!“ Mit der Umfrage reagiert die Stadt auch auf die Informationsveranstaltung zur Flüchtlingsunterkunft, die im Februar 2018 in der Ludwig-Uhland-Realschule stattfand. Damals äußerten sich viele Bürger kritisch bis strikt ablehnend zur Aussicht, demnächst Flüchtlinge als Nachbarn zu haben.

Stadt: Anonym und vertraulich

Die Bearbeitung dauert etwa 15 bis 20 Minuten und die Auswertung erfolgt nach Angaben der Stadt anonym und vertraulich, „sodass die Antworten auf keinen Fall zurückverfolgt werden können“. Dem Brief liegt ein frankierter Rückumschlag bei. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, den Fragebogen in eigens dafür aufgestellte Urnen zu werfen. Diese befinden sich hier in der Bft-Tankstelle, (Preußenstraße 106a) und in Angela’s Shop (Preußenstraße 22).

Erste Zwischenergebnisse werden nach der Auswertung auf www.luenen.de/bewegt-Bildung/ veröffentlicht.

Nach zwei Jahren ist eine Wiederholung der Umfrage geplant, um Veränderungen im Hinblick auf die Akzeptanz der Unterkunft zu untersuchen und Rückschlüsse für künftige Vorhaben zu ziehen.

  • An der Querstraße in Horstmar errichtet die Stadt auf dem Gelände des ehemaligen Kindergartens eine Unterkunft für circa 50 Flüchtlinge.
  • Der Gebäudekomplex soll im Frühjahr 2019 bezugsfertig sein.
  • Es ist eine von insgesamt vier geplanten dezentralen Flüchtlingsunterkünften.
Anzeige