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Stolzenhoff: Vielfalt ein Baustein des Erfolgs

LÜNEN Das Telefon gehört zu den wichtigsten Arbeitsgeräten von Helmut Stolzenhoff. Rund 16 Stunden ist der Unternehmer täglich – „Sonntags sind es nur zehn Stunden“ - in seiner Firma. Und es vergehen keine zehn Minuten, in denen das Telefon nicht klingelt. Festnetz. Das Handy noch nicht mitgerechnet.

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Die Obstplatte ist herrlich frisch. Da würde der Chef jetzt gerne selber mal naschen.

Jens Habeck bereitet das Spanferkel vor. Helmut Stolzenhoff ist oft in seinem Betrieb unterwegs.

Da sitzt jeder Handgriff: Patrick Pähler und Ulla Skaze bereiten gerade Miniwraps vor.

Wie viele Personen stürzen sich in einer Woche auf seine Büfetts? Grübeln. Helmut Stolzenhoff überfliegt die Bestellungen, rechnet zusammen. „Im Schnitt sind es etwa 5000 Personen die Woche. Diese Woche werden es allerdings rund 3000 mehr sein, denn es gibt allein drei größere Gesellschaften mit jeweils mehr als tausend Gästen.“

Die größte Veranstaltung? „Die Internationale Fachmesse für die Finanz- und Versicherungswirtschaft in der Westfalenhalle. 18.000 Menschen in drei Tagen.“ Und wie berechnet man das Essen für 18.000 Menschen? „Es gibt eine Mengen-Formel, einen Erfahrungswert, wie viel eine Person im Schnitt am Bufett verzehrt.“ Im Schnitt verputzt der Bufettgänger insgesamt rund 700 Gramm. Macht in dieser Woche 5,6 Tonnen Lebensmittel, die Partyservice und Catering Company pro Woche zu optischen und kulinarischen Schlemmereien verarbeiten.

So weit die Theorie. Jetzt die Praxis. Nehmen wir an, alle 8000 Personen in dieser Woche wollen Schnitzel essen. Da bräuchte man ja eine Pfanne groß wie ein Schwimmbecken - denkt der Laie. Der Fachmann schmunzelt.  Das werde heute in so genannten Konvektomaten gekocht. Ein Konvektomat ist der aus dem Lateinischen „Konvektor“ abgeleitete Begriff für einen Heißluftofen, der als professionelles Küchengerät hauptsächlich in Verpflegungsbetrieben zum Einsatz kommt (Quelle Wikipedia).  Rund 80 Personen, die sich nur ums Essen kümmern, sind allein am Donnerstag im Einsatz. „Die ersten kommen um drei, vier Uhr morgens. Dann sind die letzten vom Vortag noch da und räumen das gebrauchte Geschirr vom Vorabend aus.“

Partyservice und Catering sind längst kein reines Wochenendgeschäft mehr. „Unter der Woche feiern die Unternehmen, am Freitag sind es Unternehmen und Privatleute, am Samstag in erster Linie private Feiern,“ so Helmut Stolzenhoff, der 1973 den Partyservice eröffnet hat. Am Sonntagnachmittag wird es dann ruhiger.„Bei uns wird alles frisch gekocht. Wir benutzen keine Fertigprodukte.“ Dafür arbeiten insgesamt 25 Köche aus Deutschland, aber auch aus Italien und Tunesien. Zum Team um Küchenchef Franko Timm gehört mit Eckhart Paul auch ein Koch, der schon mit mehreren Kochlöffeln ausgezeichnet wurde.

In der hauseigenen Konditorei werden die Süßspeisen hergestellt. Vier Konditoren und zwei Auszubildende sind hier am Werk. Das Auge isst mit. Deshalb gibt es ein Team, das die fertigen Leckereien auf den Platten platziert und dekoriert. „Hier muss jeder Handgriff sitzen.“  Für die Optik, aber auch für die kulinarischen Neuentwicklungen sind unter anderem Ehefrau Anette Stolzenhoff und Sohn Helmut-Christian zuständig. Und neue Ideen sind immer gefragt. Im Moment liegt eindeutig Fingerfood im Trend.

„Jeder muss das bekommen, was ihm gefällt“, ist eine Maxime von Helmut Stolzenhoff und auch eines der Erfolgsrezepte des Familienunternehmens. Ein weiterer Grundsatz: „Man muss immer sehen, dass der Service und der Qualitätsstandard hält. Unsere Berater gehen natürlich auf Kundenwünsche ein.“ Und so ist Vielfalt ein weiterer Baustein des Erfolgs. Wie wäre es mal mit Bison oder Haifisch am Spieß? 

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