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Stressberuhigte Zone im Seniorentreff Reichsweg

BRAMBAUER Das Aufregende ist das Unaufgeregte. Das Leben fährt hier Tempo 30. Im Seniorentreff Reichsweg sind die alten Gesichter von Hektik rein gewaschen, erlöst von Druck und beim Spielen oder Schwätzchenhalten herrlich heiter.

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1118lu-Seniorentreff 2
Drei, die sich für das Wohl der Senioren am Reichsweg verantwortlich fühlen (v.l.:) Ivonna Wiertz, Mechthild Sattler und Maria Naquschband.

Rosa Pister (M.) ist 93 und läst sich das Karttenspielen im seniorentref nicht nehmen. Da frauens ich natpürlich Mechthild Sattler (l.) und Maria Naquschband.

„Mechthild Sattler sitzt vorne im Büro. Um zu ihr zu kommen, muss man ein paar Stufen tiefer. Mechthild Sattler schmeißt den Laden. „Aber eigentlich geht es hier sehr kollegial und Team-orientiert zu, vor allem unter den Mitarbeiterinnen.“

Dann nennt sie dieses vierblättrige Kleeblatt des stimmungsmäßigen Allzeit-Hochs: Karin Grye, Ivonna Wiertz, Maria Naqzuschabnd und Sabine Borgmann.„Kommen Sie. Wir gehen mal rein“, sagt Mechthild Sattler zu dem Reporter. „Alle mal herhören, das ist der Mann von der Zeitung, der über unseren Seniorentreff schreiben will.“ Was will er denn schreiben?“ ruft eine alte Frau. "Ja“, sagt Mechthild Sattler, „was wollen Sie denn über uns schreiben?“ „Schauen wir mal“, sagt der Reporter.Der Reporterblick notiert: Alles Frauen. Aha, Männer-freie Zone. So ist das. „Die Männer sind bei uns eher die große Ausnahme. Mittwochs kommen drei, vier zum Skat, aber sonst“, verrät Mechthild Sattler.

Das Programm am Reichsweg variiert: Der Montag bietet Frühstückstreff, Handarbeitsgruppe und den offenen Treff. Mittwochs ist die Skatrunde um 14.30 Uhr an der Reihe, um 15 Uhr kommen die Bewegungsübungen. Am Donnerstag stehen der Mittagstisch ab 11.30 Uhr und der Singkreis um 15.30 Uhr (alle 14 Tage) auf dem Zettel. Der Freitag gehört dem Spieletreff ab 14.30 Uhr.„Zusätzlich bieten wir noch Kaffeeklatsch am Sonntag, Bingo und bald eine Einstimmung auf den Advent“, sagt Mechthild Sattler. Großer Anschieber und Anbieter ist bei allem der Glückauf-Nachbarschaftshilfe-Verein. Im Rahmen des Beschäftigungs-Programms „Aktivierende Betreuung“ arbeiten zwei Frauen als Ein-Euro-Jobberinnen mit.

Der Seniorentreff am Reichsweg wurde 1992 eröffnet. „Wer zu uns kommen möchte, aber schlecht auf den Beinen ist, kann einen Fahrdienst in Anspruch nehmen“, sagt Mechthild Sattler. Vereinsmitglieder zahlen dafür vier Euro, andere mehr. Überhaupt sind die Preise (auch bei den angebotenen Getränken) gestaffelt nach Mitgliedern und Nichtmitgliedern des Nachbarschaftshilfe-Vereins. P-sst. Leise treten wir an den, an dem Frauen Karten spielen. Ein Glühen des Eifers liegt auf den Gesichtern. „Das da in der Mitte ist Frau Pister“, flüstert Mechthild Sattler, „Frau Pister ist 93. Ist das nicht toll?“ Oh ja, denkt der Reporter. 93. Das ist toll. Wie der ganze Seniorentreff.

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