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Handball: Landesliga

VfL-Spieler Richter will „60 Minuten Knallgas geben“

LÜNEN Mit einem Heimspiel gegen ASC 09 Dortmund startet Aufsteiger VfL Brambauer am 9. September in die erste Landesliga-Saison. Nach einem anstrengenden Trainingslager am vergangenen Wochenende spricht VfL-Kreisläufer Jan Richter (28) im Interview über die Saisonvorbereitung und darüber, worauf es in der Landesliga ankommt.

VfL-Spieler Richter will „60 Minuten Knallgas geben“

VfL-Kreisläufer Jan Richter (r.) setzt in der Landesliga auf eine Mischung aus Demut und Selbstvertrauen.

Wo lag der Fokus des Trainingslagers? Definitiv auf unserem Angriffsverhalten, da wir zu Beginn der Vorbereitung sehr viel Abwehrarbeit trainiert haben, um uns da zu stabilisieren und ein gutes Fundament aufzubauen.

Am Freitag ging es zum Auftakt zum Kartfahren. Wie wichtig sind solche Aktionen? Obwohl wir uns alle wirklich gut verstehen und mittlerweile auch außerhalb des Handballs viel zusammen machen, ist so etwas extrem wichtig. In der Vorbereitung sehen wir uns gefühlt jeden Tag, da ist es nötig, mal etwas zu machen, auf das alle Bock haben und sich am nächsten Tag trotzdem noch ohne Muskelkater bewegen zu können.

In den bisherigen Testspielen hat das Team laut Trainer Nadim Karsifi vor allem in der Abwehr überzeugt. Was zeichnet die Deckung aus? Vor allem zu Beginn der letzten Saison hat man gesehen, dass wir relativ viele Neuzugänge waren, die zentral gedeckt haben. Ich glaube einfach, dass wir mittlerweile sehr gut eingespielt sind. Außerdem merkt man momentan, dass jeder Bock darauf hat, Deckung zu spielen und wir niemanden alleine stehen lassen. Wir decken viel mehr im Verbund als noch vor einem Jahr. Deswegen funktioniert die Deckung auch momentan so gut, egal in welcher Formation.

Worauf wird es in der Landesliga ankommen? Darauf, dass wir mit einer guten Mischung aus Demut und Selbstvertrauen in jedes Spiel gehen. Ich glaube schon, dass wir in jedem Spiel in der Lage sind, ordentlich mitzuhalten. Allerdings müssen wir dazu auch 60 Minuten Knallgas geben und lernen, nicht wie in der letzten Saison oft schon nach 40 Minuten einen Gang zurückzuschalten. Außerdem wird es wichtig sein zu sehen, wie die Mannschaft mit Niederlagen umgeht. Wenn alles gut läuft, dann ist es normal gute Laune zu haben und sich super zu verstehen.

In einem Monat geht die Saison los. Wo sehen Sie noch Nachholbedarf? Man hat in den Spielen gegen höher spielende Mannschaften wie Riemke oder Westerholt gesehen, dass wir am Ende noch zu unreif sind. Wir haben in beiden Spielen 80 bis 90 Prozent der Zeit sehr gut mitgehalten und auch geführt. Auf einmal sind wir im Angriff aber alle durchgedreht und jeder wollte das Spiel alleine entscheiden. Aber daran haben wir im Trainingslager auch schon gearbeitet. Bevor wir den Ball in die Hand bekommen haben, wurden wir ordentlich langgemacht, um zu lernen, auch in der Endphase einen klaren Kopf zu bewahren.

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