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Brand bei Kleintex an der Zechenstraße in Lünen-Brambauer

Wäsche könnte sich selbst entzündet haben

Lünen Der Brand in der Halle der Großwäscherei Kleintex an der Zechenstraße am Montagabend hat einen „beträchtlichen Schaden“ verursacht. Experten schließen nicht aus, dass sich ölgetränkte Wäschestücke selbst entzündet haben könnten. Verletzt wurde niemand. Lieferengpässe befürchtet das Unternehmen aber nicht.

Wäsche könnte sich selbst entzündet haben

Schwarz verrußte Wäschewagen zeugen am Tag nach dem Großeinsatz der Feuerwehr von dem Brand. . Foto: Foto: Magdalene Quiring-Lategahn

Er war schon zuhause, als der Alarm am Montagabend auflief. Per Kamera konnte Mahmut Akar, Geschäftsführer der Firma Kleintex an der Zechenstraße, Flammen in der Halle sehen. Er rief die Feuerwehr. Da war es 20.39 Uhr. Glücklicherweise hatten die letzten Mitarbeiter die Großwäscherei um 19.15 Uhr verlassen.

Mehrere Wäschewagen waren in Brand geraten. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand die 1600 Quadratmeter große Halle in Vollbrand, heißt es im Einsatzbericht. Neben dem Feuerschein sei eine starke Rauchentwicklung zu erkennen gewesen.

Feuer in Garage in Brambauer

Auto, Motorräder und Quads brannten

Lünen Ein lauter Knall alarmierte eine 48-jährige Lünerin am Sonntagnachmittag, 18. März, in Brambauer. Als sie nachschaute, entdeckte sie, dass eine Garage an der Wittekindstraße brannte. Weil dort mehrere Leute Fahrzeuge abgestellt hatten, ist der Sachschaden hoch.mehr...

95 Kräfte waren vor Ort. Drei Trupps bekämpften den Brand unter Atemschutz von innen, über zwei Drehleitern ging die Feuerwehr mit zwei Wenderohren von außen gegen die Flammen vor. Eine besondere Herausforderung waren die kalten Temperaturen, schildert Feuerwehrchef Rainer Ashoff am Dienstag auf Anfrage unserer Zeitung. Das Löschwasser sei sofort zu Eis gefroren. Aus Sicherheitsgründen hatte die Feuerwehr Salz gestreut. Um Wasser von einem Hydranten zu bekommen, musste ein Auto zur Seite geruckelt werden.

Ermittlungen laufen noch

Als Brandursache ziehen Experten der Polizei eine Selbstentzündung von Wäsche in Betracht. Dieses Phänomen könne bei ölgetränkter Wäsche aus Großküchen oder nach Kontakt mit Massageölen auftreten, wenn diese im Trockner sehr heiß und dann liegen würden. Die Ermittlungen seien aber noch nicht abgeschlossen, so die Polizei.

Am Dienstagmorgen steht Mahmut Akar an der Großwäscherei. „Wir hatten Glück“, sagt er. Die Lkw waren abends schon fertig gepackt worden und konnten somit die Kunden pünktlich beliefern. Ein Teil der Wäsche sei durch das Feuer beschädigt worden, aber das sei laut Akar minimal. Weitere Wäsche sei verrußt, wie auch die Maschinen. Lieferengpässe befürchtet Akar nicht, denn seine Mitarbeiter können in den nächsten Monaten bei Kopperationspartnern waschen.

Das Awo-Seniorenzentrum „An der alten Gärtnerei“ in Brambauer gehört zu seinen Kunden. „Wir haben unsere Wäsche bekommen, die Bewohner sind versorgt“, berichtet Einrichtungsleiterin Karin Glietz.

Löscharbeiten bis in den späten Abend

Die Feuerwehr hatte am Montagabend gegen 22.05 Uhr das Feuer unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis 23.20 Uhr. Mit Wärmebildkameras hatten die Kräfte die Örtlichkeiten abschließend überprüft. Im Einsatz waren neben der Berufsfeuerwehr die Löschzüge Mitte, Brambauer, Wethmar und Nordlünen-Alstedde sowie der Rettungsdienst, der Leitende Notarzt des Kreises Unna und die Polizei. Der Löschzug Horstmar hat während des Einsatzes den Dienst in der Rettungswache an der Kupferstraße übernommen.

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