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Fußball

Warum das DFB-Trikot aus Polen stammt

LÜNEN Wieso spielt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft seit jeher in Schwarz-Weiß, den Farben, in denen in Lünen Klubs wie auch der SV Preußen 07 und VfB 08 noch auflaufen? Die Antwort darauf ist in Polen bekannter als in Deutschland selbst: Es geht auf die Kluft deutscher Vasallen des Königs von Polen zurück.

Warum das DFB-Trikot aus Polen stammt

Nicht alle haben ein Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Übergröße wie es hier der Lüner Jürgen Hunschede präsentiert.

Dass vor hundert Jahren polnische Gastarbeiter das Ruhrgebiet aufgebaut haben, weiß bei uns jedes Kind. Dass aber vor 800 Jahren der König von Polen deutsche Gastarbeiter ins Land holte, weiß kaum einer. Im Jahre 1226 wollte er sein Reich bis zur Ostsee ausdehnen. Dem standen die kriegerischen „Pruzzen“ und eine ungezähmte Natur im Weg. Also suchte er Vasallen, die mit Pflug und Schwert gleich gut umgehen konnten.  Zufällig war der „Orden vom Deutschen Haus“, auf dem Kreuzzug als Lazarett-Schutztruppe gegründet und von den Moslems aus Kleinasien vertrieben, auf Jobsuche. Der mit schwarzem Kreuz auf weißem Mantel gekleidete Orden – dessen Ritter so „deutsch“ waren wie der Kader eines Bundesliga-Klubs – eroberte das Land zwischen Stettin und Riga, indem er jeden Pruzzen taufte, der noch lebte, errichtete Burgen und Städte und schuf sich einen eigenen Vasallenstaat unter polnischer Krone.

 Mit der Zeit jedoch wurde der Orden mächtiger als der König selbst und machte sich an der Ostsee herzlich unbeliebt. Als der Orden seinerseits Polen unterwerfen wollte, war das Maß voll: In der Schlacht von Tannenberg 1410 wurde er vom König geschlagen und wieder zum Vasallen degradiert. Neben der Befreiung Wiens von den Türken 1683 der größte Sieg eines polnischen Heeres.  Hundert Jahre später, 1525, wurde der Orden in ein Herzogtum des Königreichs Polen umgewandelt. Sein Wappen war der polnische Adler und sein Name erinnerte an die Heiden der ersten Auftragsarbeit: Der „Herzog von Preußen“ sollte ja nicht vergessen, wem er sein Land zu verdanken hatte. Vom Orden selbst übernahm Preußen die schwarz-weißen Farben und den Drang nach Höherem.

 Anno 1900 trafen sich in Leipzig die Deutschen Fußballvereine zur Gründung des „Deutschen Fußball-Bundes“. Fußball galt im Kaiserreich als undeutsche „Englische Krankheit“, dabei kamen die meisten Fußballpioniere aus dem Bildungsbürgertum und waren selbst kaisertreu bis auf die Knochen.  Da der Kaiser auch König von Preußen war, gab sich der DFB betont preußisch: Er wählte eine konservative Satzung, verbot seinen Mitgliedern „Wettspiele“ gegen katholische oder sozialistische Klubs und wählte schwarz-weiß und den preußischen Adler als Emblem.  Zum ersten Länderspiel 1908 in der Schweiz liefen die deutschen Kicker in schwarz-weißen Hemden auf. Und weil in Europa keine andere Auswahl diese Farben trug, blieb es dabei. 

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