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Lüner Bergmann steht in Dortmund vor Gericht

Betrug mit teuren Autos?

Ein Bergmann aus Lünen soll tief in betrügerische Machenschaften mit Leasingfahrzeugen verstrickt gewesen sein. Seit Dienstag muss sich der 54-Jährige vor dem Dortmunder Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft beziffert der Betrugsschaden auf rund 250.000 Euro.

Lünen

von Martin von Braunschweig

, 08.05.2018
Lüner Bergmann steht in Dortmund vor Gericht

© pa/obs/Audi AG

Laut Anklage machte der Lüner monatelang mit einem Autoverkäufer in Recklinghausen gemeinsame Sache. Angeblich legte der Bergmann dem Händler reihenweise falsche Lohnbescheinigungen von tatsächlich gar nicht existierenden Frauen vor.

Neuer Audi Q6 zur Abholung

Mal hießen die Petra Canova, ein anderes Mal Monika Hornikova oder Veronika Foltinova. Der Autoverkäufer reichte die Unterlagen dann laut Anklage bei der Leasingbank ein, dort gaben die Sachbearbeiter grünes Licht – und wenige Wochen später stand ein neuer Audi Q6 zur Abholung bereit.

Die Staatsanwaltschaft skizziert den weiteren Weg der Fahrzeuge so: Zunächst soll der Angeklagte aus Lünen mit den Autos nach Bochum gefahren sein, um sich einen gefälschten Fahrzeugbrief zu besorgen.

Über Zwischenhändler nach Frankreich verkauft?

Anschließend verkaufte er die Autos angeblich über Zwischenhändler nach Frankreich. Während die Autos dort über die Straßen kurvten, warteten die Leasingbanken in Deutschland auf die Ratenzahlungen.

Zu Prozessbeginn hat sich der Lüner noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Richter Thomas Beumer riet ihm eindringlich: „Wenn an den Vorwürfen etwas dran ist, wirkt sich ein frühes Geständnis immer besonders strafmildernd aus.“

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