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Weitere Mess-Station überprüft Luft

LÜNEN Die Erkenntnisse zur Luftqualität in Lünen werden bald auf eine breitere Datenbasis gestellt: Das Landes-Umweltministerium hat der Stadt jetzt mitgeteilt, dass eine weitere Mess-Station installiert wird, teilt Beigeordneter Jürgen Evert mit.

Weitere Mess-Station überprüft Luft

Beigeordneter Jürgen Evert.

Damit wird eine Forderung im Zusammenhang mit der Diskussion um das Trianel-Kohlekraftwerk erfüllt. „In der nächsten Woche gibt es einen Termin, bei dem wir den genauen Standort festlegen wollen“, sagte Beigeordneter Jürgen Evert. Diesen wolle man u.a. mit der Bürgerinitiative Kontra Kohle Kraftwerk abstimmen.

Digital-Feldgerät

Nach Mitteilung der Stadt wird die Station, voraussichtlich ein Digital-Feldgerät, Feinstäube und andere Luftinhaltsstoffe messen. „Es geht darum, ein Jahr lang Referenzmessungen durchzuführen und damit die Daten der Messstation in Niederaden entweder zu verifizieren oder zu falsifizieren“, so Evert. Im Zuge der Kraftwerksdiskussion war immer wieder bezweifelt worden, ob in Niederaden gemessene Werte auf den Lüner Norden übertragen werden können (wir berichteten). Die Referenzmessungen sollen zeigen, ob die Werte tatsächlich unterschiedlich sind. „Falls das so sein sollte, möchten wir erreichen, dass die Mess-Station im Norden auf Dauer eingerichtet wird“, sagte Evert.

Forderung erfüllt

An der Station in Niederaden wird das Landesamt für Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz das Mess-Spektrum erweitern und künftig auch wieder Kohlenwasserstoff-Immissionen mit einem Passivsammler ermitteln. Damit wird eine weitere Forderung der Stadt erfüllt. Die Kohlenwasserstoff-Messungen waren in Niederaden im Jahr 2000 eingestellt worden, weil die Werte bis zu diesem Zeitpunkt eindeutig abnehmende Tendenz zeigten und in EU-Richtlinien festgelegte Grenz- und Zielwerte eindeutig unterschritten worden seien. Darauf wies das Ministerium im Schreiben an die Stadt Lünen hin.

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