Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Jagdsaison

Wildschweinjagd in den Cappenberger Wäldern

CAPPENBERG Auch in diesem Jahr wird in den Cappenberger Wäldern wieder Jagd auf Wildschweine gemacht. Die Tiere haben sich im vergangenen milden Winter so vermehrt, dass Wildmeister Peter Markett es für unabdingbar hält. Doch nicht alle Parteien empfinden eine erneute Jagd für sinnvoll.

Wildschweinjagd in den Cappenberger Wäldern

Schäden im Maisfeld eines Lüner Bauerns am Cappenberger Damm, die von Wildschweinen verursacht worden sein sollen.

„Wir sind ohnehin nicht davon ausgegangen, dass wir das mit einem Mal erledigen können“, sagt Markett, der Jagdleiter der Revier-Verwaltung des Grafen von Kanitz ist. Im Dezember vergangenen Jahres hatte man bereits Jagd auf die Tiere gemacht. 81 habe man damals erlegt. Weil der Winter sehr mild gewesen sei, hätten viel mehr Tiere als sonst überlebt. Nahrung gebe es in Hülle und Fülle.

Schaden durch beschädigte Maisfelder 

Leider bleiben die Wildschweine aber nicht im Wald bei ihren Eicheln oder Brombeeren. Es zieht sie beispielsweise gerne in Maisfelder, so auch in die von Landwirt Wilhelm Hauschopp, der im Norden der Stadt seine Felder hat.

Hauschopp weiß, wovon er spricht, die Wildschweine haben längst Lücken in seine fünf Hektar großen Felder geschlagen: „Das ist schon ein großer Schaden. Wie hoch der genau ausfällt, berechnen wir gerade.“ Dazu werden Drohnen-Bilder ausgewertet.

Hier findet man die Wildschweine: 

Wer in Lünen auf Wildschweine treffen will, der muss in die Cappenberger Wälder. Vor allem hier tummelten sich die Tiere, sagt Markett. „Wir haben hier 1000 Hektar Wald an einem Stück, das ist schön für die Menschen, aber auch schön für die Tiere“, sagt Hauschopp. Vor etwa zahn Jahren hat er nach eigenen Angaben zum ersten Mal Kontakt mit Wildschweinen gehabt. Die naturnahere Beschaffenheit der Wälder komme den Tieren zugute.

Die Schweine sind nicht nur eine Gefahr für den Mais, sondern auch für Autofahrer. „Wenn bis zu 110 Kilo gegen das Auto knallen, dann bleibt von dem nicht viel übrig“, sagt der Landwirt.

Wann die Jagd stattfindet, steht noch nicht fest. Peter Markett: „Jagdsaison ist vom 1. August bis zum 15. Januar, außer für Frischlinge, die können ganzjährig gejagt werden.“ Es mache Sinn, solange zu warten, bis die Bäume ihre Blätter verloren haben. So könne man die Tiere besser sehen.

Kritik an der Wildschweinjagd 

2015 hat man im Dezember zur Jagd geblasen. Damals war die Cappenberger Straße zwischen den Straßen am Struckmannsberg und Im Dreischfeld am Vormittag gesperrt. Vor allem deshalb war die Öffentlichkeit erstmals auf die Wildschweinjagd aufmerksam geworden.

Beim Bund für Umwelt und Naturschutz war man schon bei der ersten Jagd wenig begeistert von der Maßnahme: Man sehe das Konfliktpotenzial, aber es sei wissenschaftlich belegt, dass in Gegenden, in denen Wildschweine bejagt werden, die Tiere mehr Nachwuchs bekommen.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

„Big Bags“ in Lünen

Weihnachtsmarkt: Diskussionen um „Terror-Stopper“

Lünen Manche Bürger bezweifeln Wirkung der sogenannten „Big Bags“ in der Lüner Fußgängerzone. Die Stadt rechtfertigt die Maßnahme zum Weihnachtsmarkt – und nennt die Gründe dafür.mehr...

Kein Gesprächstermin

Forensik in Lünen steht „nicht zur Disposition“

LÜNEN Nach dem Machtwechsel in Düsseldorf könnte das Gesundheitsministerium die Pläne für eine Forensik in Lünen neu bewerten. Das war jedenfalls die Hoffnung der Stadt, die mit ihrer Klage gegen den Bau der Anstalt vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen gescheitert war. Doch diese Hoffnung kann man im Rathaus wohl begraben.mehr...

Freifunk-Netzwerk

W-Lan-Ausbau in Lüner Innenstadt stockt

LÜNEN Flächendeckendes, freies W-Lan sollte die Lüner Innenstadt attraktiver machen - vor allem für die Jugend. Fördermittel für den Ausbau verfallen jetzt trotz aller Bemühungen. Dabei scheitert das Freifunk-Netz vor allem am Desinteresse der Gewerbetreibenden.mehr...

Verbreitet Lebensfreude

12 Wochen alter Hund ist nun im Lüner Hospiz-Team

LÜNEN Nur zwölf Wochen ist der neueste Mitarbeiter des Lüner Hospizes am Wallgang alt. Er heißt Amano und ist ein Hunde-Baby. Die Gäste haben den kleinen Begleiter schon lieb gewonnen, er lässt sie für einen Moment die Schmerzen vergessen. Für diese Aufgabe hat Amano eine besondere Ausbildung bekommen.mehr...

Bundesligastart

Das hoffen Lüner Fanclubs für ihre Mannschaften

LÜNEN Die Bundesliga-freie Zeit ist vorbei. Gott sei Dank, werden viele Fans sagen. Wir haben die Lüner Fanclubs von Borussia Dortmund und Schalke 04 befragt, was sie ihrer Mannschaft in dieser Saison zutrauen. Beim BVB soll endlich wieder Ruhe einkehren, bei Schalke liegen die Hoffnungen auf Trainer Tedesco.mehr...

Auswanderer

Wie ein Lüner den Hurrikan Irma miterlebte

LÜNEN/MARCO ISLAND Seit der Lüner Chris Hadac vor 16 Jahren in die USA gezogen ist, hat er schon viele Hurrikans erlebt: Doch "Irma" übertraf alles. Während sich viele Bewohner Floridas in anderen Bundesstaaten in Sicherheit gebracht hatten, blieb der Lüner vor Ort: "Du fühlst dich einfach hilfslos", schildert er seine Erfahrung mit dem Sturm.mehr...