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Interview

Luke Mockridge: "Bei mir erkennt sich jeder wieder"

BOCHUM/WITTEN Er ist der Sonnyboy der Comedy-Szene: Luke Mockridge. Am 31. August tritt der sympathische Newcomer beim Zeltfestival auf. RN-Mitarbeiterin Anne Deventer sprach im Vorfeld mit dem 25-Jährigen über seine berühmten Eltern, die Schulzeit und Pokémons.

Luke Mockridge: "Bei mir erkennt sich jeder wieder"

Luke Mockridge ist "lucky".

Meine ganze Lebenseinstellung. Durch das Theater meiner Eltern in Bonn habe ich mir schon als Kind viele Comedians angeschaut und hatte das Gefühl, dass einige immer nur nörgeln. Das fand ich damals schon negativ und nicht richtig. Irgendwie ist doch alles cool, man kann doch auch einfach lucky, lustig und happy sein.

Eigentlich wollte ich Fußballprofi werden. Aber fünfmal die Woche trainieren – das war damals dann doch nichts für mich. Mit 16 oder 17 hatte ich dann doch eher die Mädels im Kopf.

Ein bisschen Sensibilität und Feingefühl würde der Party bei uns zu Hause echt gut tun. Wir Brüder haben immer gehofft, dass noch eine junge Schwester auf die Welt kommt. Dann hätte sie sechs Bodyguards gehabt. Dieser Moment, wenn ihr erster Freund mal zum Essen vorbeikommt und auf uns und unseren Vater trifft, hat dann aber leider nie stattgefunden.

Mein Programm ist ein lustiger Rundumschlag. Es beinhaltet alles, was mit mir zu tun hat: das Leben in der Großfamilie, die Schulzeit, One-Night-Stands... Viel für die Kids der 90er-Jahre. Aber auch für die Älteren ist etwas dabei. Von Kind bis Opa werden alle Spaß haben. Und Musik, Tanz und Improvisation gibt’s auch.

Ja, mit der 1Live-Hörsaal-Comedy waren wir in der Ruhr-Uni, die ist ja unfassbar schön.

Ein sehr cooles Fußballstadion und das Bermuda-Dreieck. Da bin ich schon mal lang getingelt und hab mir zu später Stunde 'ne Currywurst geholt.

Ich kenne es ja nicht anders und weiß daher gar nicht, wie es anders wäre. Mein Vater ist ja bei der Lindenstraße, aber die große Fernsehstar-Zeit ist mittlerweile vorbei. Jeder kann heute zu „Mitten im Leben“ oder „X-Diaries“ gehen. Früher hieß es: „Boah, dein Vater ist im Fernsehen, unglaublich“, das ist heute allerdings nicht mehr so. Meine Eltern haben aber auch immer ein Auge auf mich und schauen genau, was ich mache.

Klar. Wenn ich in Bonn spiele, dann kommen sie vorbei – mit Stift und Papier. Da kann zwei Stunden lang der Saal gebrannt haben, dann sagen die trotzdem danach: „Lass uns mal reden.“

Alles ist wirklich passiert. Ich finde Comedy blöd, wenn sie nicht real ist. Als Zuschauer merke ich doch sofort, wenn das Erzählte nie passiert ist. Aber bei mir erkennt sich jeder wieder, das ist mein Anspruch. Die Zuschauer sollen bei mir denken: „Boah, ja, ich hatte in den 90er-Jahren auch so ein Regenbogen-Ding, das die Treppe runterlaufen konnte.“ Und jeder hatte auch ein Nasenbluter-Kind in der Schule oder einen Lehrer, der den Videorekorder nicht bedienen konnte.

Diese Aggro-Kinder: einmal sitzengeblieben, strunzdämlich, völlig aufgedreht. Die haben immer alle Leute verkloppt. Und die Eltern sagen dann: „Der Jasper kann da nichts für, der ist hochbegabt.“

Ich war eine Mischung aus allem. Mal Klassenclown, mal Punk-Rocker.

Mhm... Welches Pokémon ich wäre, das würde ich mich fragen.

Puh, schwierig. Ich glaube, ich wäre Sichlor. Der hat Scherenhände und ist total schnell. Und redet kaum. Der ist kein Entertainer, sondern so ein richtig cooler Typ.

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