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Mehr Zaster für Metaller

BOCHUM Erste Warnstreikaktionen gab es gestern in der Metall- und Elektroindustrie. In neun Bochumer Betrieben legten laut IG Metall 4500 Mitarbeiter kurzzeitig die Arbeit nieder.

Mehr Zaster für Metaller

Alle wollen acht Prozent mehr: Die Belegschaft der Bochumer Eisenhütte beteiligte sich am Warnstreik.

Mehr Piepen für Strom und Mieten. Mehr Mäusle fürs Häusle. Ihre Forderung macht die IG Metall mit solchen Sprüchen deutlich: Acht Prozent mehr Lohn sollen es sein. Das Angebot der Arbeitgeber von 2,1 Prozent bewertet die Gewerkschaft dagegen als zu gering. "Mehr Zaster für den Astra" hieß es konkret bei der Opel-Kundgebung, bei der auch Oliver Burkhard, IG Metall Bezirksleiter in NRW, anwesend war.

Er nannte das Angebot der Arbeitgeber einen Skandal. Auch die Finanzkrise sei kein Grund von den acht Prozent abzurücken. Eine solche Krise herrsche vor allem in den Portmonees der Kollegen. Dem schließt sich Ulrike Kleinebrahm, 1. Bevollmächtigte der IG-Metall Bochum, an.

Gute Auftragslage

Gerade die Probleme bei Opel seien zum Teil hausgemacht. Außerdem gebe es einen Nachfragerückgang. An dieser Stelle fordert sie auch mehr Geld, damit mehr Autos gekauft werden können.

Zudem gehe es nicht der ganzen Branche schlecht: "Die Kollegen sehen, dass die Situation in den Betrieben sehr gut aussieht und zwar nachhaltig", und verweist auf Jahnel-Kestermann Getriebewerke, wo es auch einen Warnstreik gab. Dort gebe es Aufträge bis 2011.

Auch in der Bochumer Eisenhütte an der Klosterstraße schwor die IG Metall die Mitarbeiter ein - ohne große Mühe. Nicht nur acht Prozent, auch die Verbesserung der Bedingungen für Leiharbeiter sowie für Auszubildende wurden da gefordert. "Gerade in Zeiten der Finanzkrise ist die Binnenmarktnachfrage wichtig", argumentierte Frank Patzelt, Vertrauenskörperleiter in der Eisenhütte, für die acht Prozent.

Nachfrage stärken

Auch seiner Meinung nach ist die Finanzkrise kein Grund, von der Forderung abzuweichen. Zum einen gehe es der Metall- und Elektrobranche gut. Zum anderen "kann die Reaktion auf die Krise nicht Sparen sein", so der 44-Jährige. Gerade in diesen Zeiten müsse die Binnennachfrage gestärkt werden.

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