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Milde Strafe: Wirt übte Hausrecht rüde aus

WITTEN Was bleibt einem Gericht, wenn sich die Aussagen durchaus glaubwürdiger Zeugen widersprechen? Es muss sich an die objektiv beweisbaren Fakten halten, und genau das tat das Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Bernd Grewer am Mittwoch im Falle eines angeklagten Wittener Wirtes.

Milde Strafe: Wirt übte Hausrecht rüde aus

Der Mann hatte im April des Jahres als Wirt einer Gaststätte im Dreerholz, die als Treffpunkt für Motorradfahrer bekannt war, auf mehr als rüde Weise von seinem Hausrecht Gebrauch gemacht und mehrere seiner Gäste unsanft vor die Tür gesetzt.

Zu dem Vorfall war es gekommen, nachdem der Wirt einige Jugendliche, die mit ihren Eltern an einem Motorradstammtisch teilgenommen hatten, zum Verlassen des Lokals aufgefordert hatte. Nachdem er diese Anordnung gewaltsam durchgesetzt und dabei die Eltern und sogar Großeltern der Jugendlichen gleich mit vor die Tür befördert hatte, geriet er mit einem weiteren Gast des Stammtisches aneinander. Beim folgenden Rauswurf verletzte er den Gast so, dass dieser zur Untersuchung in ein Krankenhaus musste.

Während das Gericht in der vergangenen Woche vor allem Zeugen gehört hatte, welche die Version der Geschädigten stützten, kamen beim Fortsetzungstermin die Zeugen der Verteidigung zur Aussage. Im Zentrum stand dabei die Frage, ob und wie stark der Angeklagte den verletzten Gast am Hals gefasst hatte und wie dieser schließlich zu Boden gegangen war.

Dass es zu einem Ohnmacht auslösenden Würgen gekommen sei, wie von Zeugen berichtet, konnte nach Auffassung des Gerichts nicht bewiesen werden. Deswegen milderte es den Anklagevorwurf der gefährlichen Körperverletzung auf eine „einfache“ Körperverletzung ab. Gleichwohl habe der Angeklagte Selbstjustiz geübt und den Geschädigten verletzt, betonte der Richter, hielt dem ehemaligen Gastwirt „überschießende Aggressionsbereitschaft“ vor. Das Gericht verurteilte den bislang nicht vorbestraften Angeklagten schließlich zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten, die es auf drei Jahre zur Bewährung aussetzte. Außerdem muss der Mann 50 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

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