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Gemeinschaftssteinkohle-Kraftwerk

Millionen-Verlust für Stadtwerke bei Kraftwerksneubau

BOCHUM Vor Jahren sind die Stadtwerke Bochum mit dem klaren Ziel in den Bau neuer Kraftwerke eingestiegen, die Kosten für Strom besser im Griff zu haben. Nicht im Traum damit rechnend, dass der Bau neuer Kraftwerke ein "Millionengrab" werden könnte. Jetzt haben sie es schwarz auf weiß.

Millionen-Verlust für Stadtwerke bei Kraftwerksneubau

Die Dauerbaustelle: Das Kohlekraftwerk in Hamm.

In einem Brief vom 6. Dezember fordert nach Informationen unserer Zeitung die Kraftwerksgesellschaft GEKKO eine Verlustübernahme in Höhe von 109,4 Millionen Euro für das Gemeinschaftssteinkohle-Kraftwerk (Gekko) in Hamm. Nicht komplett von den Stadtwerken Bochum, sondern von allen Gesellschaftern. "Ja, das stimmt", sagt Unternehmenssprecherin Heike Papleweski. Um gleich zu ergänzen, dass die Stadtwerke nicht wirklich überrascht waren. "Das Defizit hatte sich bereits Wochen vorher abgezeichnet."Mit zwei Prozent beteiligt Paplewski macht sogleich folgende Rechnung auf: Die Stadtwerke Bochum sind mit 2,16 Prozent an dem Projekt beteiligt. Das bedeutet in diesem Fall eine Verlustabdeckung von 2,35 Millionen Euro für das Kraftwerk, das aufgrund von Baumängeln voraussichtlich erst Ende 2013 ans Netz geht und dann 400 Millionen Euro mehr gekostet haben wird als die ursprünglich berechneten zwei Milliarden Euro. Geld, das die Kraftwerksgesellschaft nicht investiert , sondern sich von den Gesellschaftern geliehen hat. Auch von den Stadtwerken Bochum.

Verlustübernahme Die hätten dafür, wenn alles wie geplant gelaufen wäre, Zinsen bekommen sollen. Wie zu erfahren ist, deutlich höhere, als am Markt zu erzielen sind. Diese Zinsen sind laut Stadtwerke an die Gesellschafter gezahlt worden. Allerdings übersteigt die Verlustübernahme diese Summe um einen Betrag in fünfstelliger Höhe. Das sei den Beteiligten aber von Anfang an klar gewesen, so die Stadtwerke. Es sei vereinbart, dass etwaige Verluste vor Inbetriebnahme von den Gesellschaftern zu tragen seien. Diese sind gehöre RWE und die verschiedenen Stadtwerke. Zugleich bestätigten die Stadtwerke, dass sich die kommunalen Unternehmen nach 20 Jahren unentgeldlich von dem Kraftwerk verabschieden. Dann geht es an RWE. Der Stromriese darf sich dann über eine Restlaufzeit von geschätzten 20 bis 25 Jahren freuen. Dazu die Begründung der Stadtwerke: "Bei dem Bau handelt es sich um ein Finanzierungsmodell. Die Rentabilität ergibt sich zudem über den Stromliefervertrag."

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