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Nach Gerichtsstreit: Fraktionschef Wolfgang Lippert tritt aus der FDP aus

WITTEN Nach internen Auseinandersetzungen in der Partei und einem Gerichtsstreit hat FDP-Fraktionsvorsitzender und Stadtverbandsvorsitzender Wolfgang Lippert alle Ämter niedergelegt und seiner Partei nach 39 Jahren den Rücken gekehrt. In einer Vorstandssitzung am Freitag teilte er seine Entscheidung dem Vorstand mit.

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Wolfgang Lippert.

Wolfgang Lippert.

Ursache ist offenbar eine Auseinandersetzung mit einem anderen FDP-Vorstandsmitglied, die für Lippert schon Mitte Oktober mit einer Niederlage vor dem Bochumer Landgericht endete. Hans Marx, Sprecher der FDP, ließ dazu gestern durchblicken, dass Lippert Kenntnisse aus seiner beruflichen Tätigkeit als Finanzbeamter unrechtmäßig genutzt habe. Vom Gericht sei er zu einer Entschuldigung und Rücknahme gewisser Äußerungen verurteilt worden, ansonsten drohe ihm eine Strafe.

"Keine Zusammenarbeit mehr möglich"

Lippert äußerte sich in einer an die RN gefaxten Erklärung: „Ein Vorstandsmitglied der Wittener FDP hat gegen mich eine Klage vor dem Landgericht Bochum eingereicht. Ich habe diese Klage verloren. Da aus meiner Sicht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Vorstand nicht mehr möglich ist und ich weiteren Schaden von meiner Person abwenden möchte, trete ich aus der FDP aus.“

„Die Entscheidung von Wolfgang Lippert kam für uns überraschend, aber wir akzeptieren sie“, erklärte Ralf Kurzbach, bisher neben Regine Sewing stellvertretender FDP-Vorsitzender, gestern. Grundsätzlich hätte man kein Problem darin gesehen, wenn Lippert weiter in der FDP geblieben wäre. „Der Vorstand hatte jedoch entschieden, dass es mit Wolfgang Lippert als Vorsitzendem nicht weitergehen würde. Es ist keinesfalls so, dass die FDP intern entzweit ist“, unterstrich Kurzbach.

Lippert will Ratsmandat aber behalten

Unangenehm ist für die FDP der Umstand, dass Lippert sein Ratsmandat „zum Wohle der Bürger“ weiter ausüben will. Die vierköpfige Fraktion schrumpft damit auf drei Mitglieder. „Den Fraktionsstatus verlieren wir aber nicht “, stellte Kurzbach gestern klar, der die FDP neben Gerhard Blank und Rainer Hertel im Rat vertritt.

Nach Auffassung von Hans Marx legt die Verurteilung Lipperts eine Niederlegung des Ratsmandats nahe: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass man die Zusammenarbeit mit ihm fortsetzen möchte.“ Andererseits sei die Situation schwierig, da Lippert die FDP in Witten gewissermaßen aufgebaut habe.

Mehrere Interessenten für Vorstandsposten

Wolfgang Lippert war gestern nicht zu erreichen. Den Stadtverband mit rund 80 Mitgliedern wollen bis zum Ortsparteitag am 1. Februar Ralf Kurzbach und Regine Sewing führen. Für den Vorstandsposten, so erklärte Kurzbach gestern, gebe es bereits Interessenten. Er selbst stehe für dieses Amt aber auf keinen Fall zur Verfügung. 

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