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Schöffengericht

Nachbarin alarmierte nach Einbruch die Polizei

WITTEN Der Aufmerksamkeit einer Nachbarin hat es eine Pensionärin aus Bommern zu verdanken, dass sie nach einem Einbruch geraubten Schmuck im Wert von rund 5000 Euro zurück erhalten hat. Einer der Einbrecher wurde am Mittwoch vom Schöffengericht verurteilt.

Sensibilisiert durch vorangegangene Einbruchsversuche in ihrem eigenen Haus hatte die Frau im Mai zwei ihr verdächtig erscheinende Männer, die an ihrer Tür geklingelt und sich nach einer ihr unbekannten Person erkundigt hatten, der Polizei gemeldet. Eine Polizeistreife traf wenig später zwei Männer, auf die die Beschreibung passte, in der Nähe des Mühlengrabens an und kontrollierte sie. Dabei wurden Schmuck und Einbrecherutensilien gefunden. So hatte die Polizei die mutmaßlichen Täter schon gefasst, bevor die Bestohlene ihren Verlust bemerkte und anzeigte.

Die Täter hatten die Tür des Wintergartens aufgehebelt und hatten vor allem die Schlafräume nach Wertgegenständen durchsucht. Einer der beiden Männer – das Verfahren gegen den anderen wurde abgetrennt – musste sich am Mittwoch vor dem Schöffengericht verantworten. Der 38-jährige serbische Staatsangehörige, der im März illegal nach Deutschland eingereist war, gestand den Einbruch: Es sei sein spontaner Einfall gewesen, der zweite Beteiligte, ein Neffe, habe nichts damit zu tun gehabt und sei auch nicht in der Wohnung gewesen, ließ er seinen Anwalt erklären.

Eine Schutzbehauptung, davon zeigte sich der Vorsitzende Richter Grewer überzeugt, der zugleich auf die vielen Widersprüche in den Aussagen des Angeklagten hinwies – so hatte er noch bei seiner polizeilichen Vernehmung die Tat seinem Neffen in die Schuhe geschoben. Vielmehr, so die Auffassung des Gerichtes, lege das Verhalten der Männer vor der Tat – die gemeinsame Anreise aus Köln, das Werkzeug und das Auskundschaften des Wohngebiets – eine gezielte Vorgehensweise nahe. Das Gericht verurteilte den Mann zu einer Haftstrafe von einem Jahr und drei Monaten. Für eine Strafaussetzung zur Bewährung fehle jede Grundlage, erklärte Richter Grewer. Der bestehende Haftbefehl bleibt in Kraft.

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