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Netzwerk gegen rituelle Gewalt

WITTEN Bundesweit einzigartig ist der Kreis, der sich zweimal jährlich im Wittener Rathaus trifft. Genau so einzigartig ist der Grund des Treffens. Die Fachleute aus ganz Deutschland kommen zusammen, um das Netzwerk gegen rituelle Gewalt zu stärken.

Initiiert hat den Kreis Silvia Eilhardt, die beim Jugendamt für die Aussteigerberatung zu Rechtsextremismus und Satanismus zuständig ist. "Aus der Vielschichtigkeit dieses Themas heraus hat sich der Arbeitskreis rituelle Gewalt gebildet", sagt Silvia Eilhardt. "Oft sind Beratungsstellen sehr allein mit diesem nicht alltäglichen Phänomen, so dass wir mit unserem Kreis das Bewusstsein schaffen, dass diese unfassbare Gewalt an tatsächlich Kindern existiert." Wie ein solches Schicksal verlaufen kann, dass beschreibt sie Soziologin und Journalistin Ulla Fröhling, die auf Einladung des Arbeitskreises "Rituelle Gewalt" ihr Buch "Vater unser in der Hölle" vorstellte. Darin beschreibt sie das Schicksal von Angela, die schon als kleines Kind grausam gefoltert und missbraucht wurde. Durch Drogen und Gehirnwäsche zwang man sie später zur Prostitution. Unter der Last des Erlebten spaltete sich Angelas Seele in Dutzende von Persönlichkeiten auf. Trotz Schweigegebot und Todesdrohung berichtet sie in diesen Buch über das, was man ihr und anderen angetan hat.

35 Experten aus ganz Deutschland

Zu dem Arbeitskreis Rituelle Gewalt gehören mittlerweile 35 Experten aus dem gesamten Bundesgebiet: Psychologen, Ärzte, Berater, Juristen, Theologen und Polizisten. Aus Witten gehören Pro Familia und die Anwaltskanzlei Baumeister und Römer zum Arbeitskreis. So gibt es mittlerweile ein festes Netzwerk, dass sich mit dem Bereich ritueller Gewalt befasst und Opfern umfassend helfen kann. Das größte Problem ist, dass oftmals die rituelle Gewalt überhaupt nicht erkannt wird. Zum einen weil Satanismus nach wie vor ein Tabuthema ist und sowohl Zeichen als auch rituelles Tun oftmals vom Umfeld der Betroffenen gar nicht wahrgenommen und als solche erkannt werden. Zudem sorgen die Täter mit Einschüchterung und teils auch religiösen Drohungen dafür, dass sich die Opfer anderen gegenüber nicht öffnen. Daher will der Arbeitskreis auch das Wissen über Symbole und Riten solcher Kreise öffentlich machen, damit rituelle Gewalt erkannt wird.

Stiftung für die Opfer

Autorin Ulla Fröhling geört dem Kuratorium der Renate Rennebach-Stiftung i.G. für Opfer von ritueller Gewalt an. Diese Stiftung unterstützt Betroffene ritueller Gewalt und auch einzelne Projekte, die Überlebende ritueller Gewalt mit Schutz, Beratung und Therapie fördern. Die Stiftung wird in 2008 offiziell gegründet. Informationen über den Arbeitskreis "Rituelle Gewalt" erteilt Silvia Eilhardt unter Tel. 581-51 95. Unter dieser Rufnummer können sich auch Betroffene melden.

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