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Neue Exzellenz-Schule

BOCHUM In hunderten von E-Mails und Leserbriefen wurde die Schulverwaltung der „städtischen Willkür“ und der „Täuschung mit falschen Zahlen“ bezichtigt. Gestern rückte sie einige Behauptungen zurecht.

Neue Exzellenz-Schule

Zoff gab es gestern zwischen Schülern der Albert-Einstein-Schule und des Gymnasiums am Ostring – allerdings nur in Form eines Straßentheaters von der Theater AG der AES. Bis ein Engel "eine Schule für Europa, eine Schule für alle" verkündete.

Wir wollen die Debatte versachlichen“, betonte Schulverwaltungsamtsleiter Ulricht Wicking (Foto) mit Blick auf die Zukunft des Gymnasiums am Ostring (GaO) und der Albert-Einstein-Schule (AES).Deshalb sind im BoBiNet, dem Internetportal der Bochumer Schulen, die Stellungnahmen beider Gymnasien zum Entwurf des Schulentwicklungsplans veröffentlicht sowie die Anmerkungen dazu von der Verwaltung. „Damit sich jeder ein eigenes Urteil bilden kann“, erklärte Wicking.

Rat entscheidet

Diese Unterlagen haben auch die Politiker. Sie werden am 13. Dezember in der Ratssitzung über den Schulentwicklungsplan für die Sekundarstufen I und II und die schulorganisatorischen Betrebungen wie die Zusammenlegung von GaO und AES sowie die Standortbestimmung entscheiden werden. Danach muss die Bezirksregierung Arnsberg den Beschluss genehmigen. Läuft alles nach Plan, hofft die Schulverwaltung auf den positiven Bescheid zur Jahreswende, damit zügig ein Architektenwettbewerb eingeleitet werden kann. Eile ist geboten, denn zum Schuljahr 2010/2011 soll die neue, topmoderne ,fünfzügige Europa-Schule aus GaO und AEG den Betrieb aufnehmen. Mit diesem Zeitplan stehen die Politiker bei der AES im Wort: 2010 soll sie Ersatz für ihr PCB-belastetes Gebäude bekommen.

Weichen stellen

Wicking untermauerte gestern, wie wichtig der Stadt der Erhalt und die zukunftssichere Weiterentwicklung der Bildungsangebote im Gymnasialbereich sind. „Wir müssen heute die Weichen stellen für 2013/14“, betonte Wicking. Dann verlassen zwei Abiturjahrgänge die Gymnasien (12er und 13er). Und statt der heute 10 443 Schüler an Gymnasien werden dann auf einen Schlag fast tausend Schüler weniger, nämlich nur noch 9320 Schüler die heute elf Gymnasien besuchen.Angebote bleiben

Die wirtschaftliche wie bildungspolitische Folge wäre die Schließung eines Gymnasiums. „Eine sinnvolle Oberstufe ist vierzügig“, so Wicking. Das GaO, so bestätigt der Schulverwaltungsamtsleiter auf Anfrage, ist nur noch dreizügig. Die AES schwanke zwischen drei und vier Zügen. Nach der Zusammenlegung seine alle Gymnasien in der Stadt bis über 2020 hinaus gesichert. „Und auch unter einem Dach an der Querenburger Straße wird es die am GaO bestehenden altsprachlichen Angebote (Latein, Griechisch, Hebräisch) in Ergänzung zum bilingualen deutsch/englischen Unterricht der Albert-Einstein-Schule weiterhin geben,“ versichert Wicking. Im neuen Gymnasium könne man das Profil des „Humanismus im 21. Jahrhundert“ entwickeln. Wicking: „Vielleicht gelingt es sogar, in Wiemelhausen eine schulische Exzellenz-Initiative zu realisieren.“

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