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Evangelische Kirche

Brauchen Olfens Gottesdienste neue Zeiten?

Olfen Die evangelische Kirche will den veränderten Lebensgewohnheiten der Menschen entgegen kommen - vielleicht auch mit neuen Gottesdienstzeiten. Wir haben die evangelischen Gemeinden in Olfen gefragt, was sie davon halten - und wie sie ihre Mitglieder und Gottesdienste sehen. Doch wir wollen auch wissen, was Sie vom Vorschlag der Kirchenleitung halten.

Brauchen Olfens Gottesdienste neue Zeiten?

Zu wenig besucht sind der evangelischen Kirchenleitung die Gottesdienste. Sie erwägt, die Gottesdiensten-Zeiten zu ändern.

Sechs Fragen haben wir den Gemeinden gestellt:

  • Wie sind die Gottesdienstzeiten in Ihrer Gemeinde zurzeit?
  • Kennen Sie die Meinung Ihrer Gottesdienstbesucher und Gemeindemitglieder zu Ihrer Gottesdienstzeit? Wie ist diese?
  • Glauben Sie, dass man mit einer anderen Zeit mehr Gottesdienstbesucher in die Kirche bekommen könnte?
  • Was halten Sie von dem Vorstoß der Präses generell?
  • Gab es schon einmal die Idee in Ihrer Gemeinde, die Gottesdienstzeiten zu verändern?
  • Gibt es womöglich andere Maßnahmen, um mehr Besucher in die Gottesdienste zu bekommen?

Und das sind ihre Antworten:

Bernhard Lütkemöller, Pfarrer der St.-Vitus-Gemeinde Olfen:

„Aus meiner Sicht besteht bei uns kein Handlungsbedarf, da wir seit Jahrzehnten mit der Vorabendmesse einen Abendtermin anbieten, der gut genutzt wird. Manchmal ist der Besuch sogar stärker als am Sonntag um 10.30 Uhr.“

So sieht die Meinung von Thorsten Melchert von der Olfener Gemeinde aus:

Die Evangelische Gemeinde in Olfen hat unsere Anfrage zum Anlass genommen, mit ihren Nachbarpfarreien, dem Presbyterium und einigen Mitarbeitern der Gemeinde über genau das Thema zu sprechen.

Gottesdienst ist Sonntag, 10 Uhr, anschließend meistens noch Kirchcafé.

„Wir hatten darüber nachgedacht, die Gottesdienstzeit zu verändern. Das ist sinnvoll für besondere Gottesdienste, zum Beispiel beim ökumenischen Gottesdienst am Pfingstmontag um 17 Uhr. Aber ansonsten sind unsere Gemeindemitglieder die feste Zeit gewohnt und wollen ungern in den Nachmittag gehen: Der wird eher als Familienzeit genutzt. Wir hätten die Befürchtung, dass die, die jetzt kommen, dann nicht mehr kämen.“

„Bei unterschiedlichen Zeiten an unterschiedliche Sonntagen käme Unruhe rein, das würde eher für Irritationen sorgen. Aber welche Zeit am Vormittag sinnvoll ist, ist noch ein anderes Thema. Unsere Gottesdienste sind zu besonderen Anlässen um 10 Uhr sehr gut besucht - zum Beispiel der Familiengottesdienst zu Karneval. Oder Konfirmationsgottesdienste. Da wäre eine geänderte Uhrzeit nicht hilfreich.“

„Die Zeiten sind immer mal wieder Thema in Gesprächen mit Gemeindemitgliedern, die morgens nicht so früh kommen wollen. Aber wenn man ihnen mal eine andere Gottesdienstzeit gibt, sind es immer auch die Meckerer, die dann trotzdem nicht da sind. Wir hatten bis vor 20 Jahren Gottesdienste auf Schloss Sandfort an Samstagabenden – die sind mangels Nachfrage eingestellt worden.“

„Ich finde den Vorstoß trotzdem gut. Denn die Uhrzeiten sind endlich in der Diskussion. In großen Städten wie Münster ist es auch sinnvoll, Angebote zu verschiedenen Zeiten zu machen. Als Seppenrade noch zu unserer Gemeinde gehörte, so vor zehn Jahren etwa, hatten wir im jährlichen Wechsel 8.45 Uhr und 10 Uhr. Und um 11.15 Uhr in Seppenrade alle zwei Wochen Kindergottesdienst. Da sind die Leute zum Teil extra in die anderen Ort gefahren, um den Gottesdienst um 8.45 Uhr zu besuchen.“

„Ich habe Rückmeldung von einer älteren Dame dazu bekommen. Die erzählte: ‚Seien Sie nicht enttäuscht, wenn wenige Leute in die Kirche kommen. Wir haben früher von Montag bis Samstag gearbeitet, sind dann sonntags zum Gottesdienst zu Haus Sandfort gelaufen - und haben uns dort für den Nachmittag zu Treffen verabredet.‘ Die Medialisierung hat dazu geführt, dass man heute seine Freizeitgestaltung anders vorbereitet.“

„Ich bin gerne bereit, mit den Menschen über Gottesdienstgestaltung ins Gespräch zu kommen. Was aber wenig hilfreich ist, ist zu meckern und dann nicht zu kommen.“

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