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Das ist für den Olfener Westen geplant

Tourismus und Freizeit

Ideen für den Olfener Westen gibt es reichlich. Viele drehen sich rund um die Themen Tourismus und Freizeit. Jetzt will die Stadt ein Gesamtkonzept entwickeln..

Olfen

von Thomas Aschwer

, 28.06.2018
Das ist für den Olfener Westen geplant

An der Füchtelner Mühle hat sich in den vergangenen Monaten viel getan, weitere Änderungen wie der Bau einer neuen Brücke stehen noch an. © Foto: Thomas Aschwer

Wohnen, Naturbad, Kinderbetreuung, Gewerbe und mehr: Verschiedenste Nutzungen treffen im Olfener Westen zwischen Alleeweg und Füchtelner Mühle aufeinander. Das soll sich ändern. Stadtplaner Christopher Schmalenbeck hat dem Bau- und Umweltausschuss ein Gesamtkonzept vorgestellt, das noch mit vielen Fragezeichen versehen ist. Auf den Weg zur Umsetzung will die Stadt die Bürger intensiv beteiligen. Dazu Fragen und Antworten.

Ist die Planung noch komplett variabel oder sind bereits Weichen gestellt?

Den ersten Pflock hat die Stadtverwaltung bereits eingeschlagen. Für den Umbau der Scheune an der Füchtelner Mühle hat sie Fördergelder mit dem Ziel beantragt, hier ein Informationszentrum für Umweltbildung und Touristen zu errichten.

Welche Vorteile sieht die Stadt in dem Zentrum?

Bürgermeister Wilhelm Sendermann kann sich vorstellen, dass sich hier künftig Besucher über touristische Angebote informieren können. Konkret denkt er auch an einen kurzen Film über die Auenlandschaft, der nicht nur für Floßfahrer interessant sein könnte. Gerade für die jährlich rund 10.000 Floßfahrer will die Stadt ansprechende Infrastruktur mit öffentlichen Toiletten schaffen. Derzeit müssen sie sich den Schlüssel für ein mobiles WC an der Anlegestelle ausleihen.

Ist der Weg von der Scheune zur Anlegestelle nicht zu weit?

Der neue Rahmenplan sieht eine Verlegung der Anlegestelle in direkter Nähe zur Scheune vor. Allerdings müsste dann die Brücke an der jetzigen Anlegestelle abgerissen werden.


Was soll sich in diesem Bereich noch verändern?

Die Stadt will hier „aufräumen“ und den ehemaligen Kiosk des Campingplatzes abreißen. Bei der Vorstellung der ersten Pläne vor vier Jahren gab es noch Überlegungen, das Gebäude zu einem Vereinsheim für die Landjugend und die Pfadfinder umzubauen. Diese Idee ist vom Tisch. Jetzt will die Stadt einen Grill- und Zeltplatz für die beiden Gruppen an der Stever errichten.

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Was hat sich seit den ersten Überlegungen noch verändert?

Frühere Pläne sahen zwischen Kökelsumer Straße und der derzeit diskutierten 1. Variante der K8n eine eher lockere Bebauung vor. Jetzt sollen die Projekte näher entlang der Kökelsumer Straße realisiert werden. „Kompakt statt zersiedelt“, so Bürgermeister Sendermann. Begrenzt werden soll der Bereich durch einen Weg parallel zur Kökelsumer Straße und durch eine neue Streuobstwiese links und rechts des neuen Weges. Er führt vom Alleeweg bis zum Alten Mühlenweg.

Welche Ansätze gibt es für den Bereich?

Eine Idee ist der Bau eines Hochseilgartens im Bereich zwischen Kökelsumer Straße und der Straße „Alter Mühlenweg“. Weitere Ansätze sind: Wohnmobilplätze auf der Fläche zwischen Naturbad und Kökelsumer Straße sowie „Übernachtungsmöglichkeiten“. „Das kann ein Hotel, eine Jugendherberge oder ein Gasthaus sein“, sagt Stadtplaner Christopher Schmalenbeck.


Gibt es auch neue Ansätze für das Naturbad?

Die Verwaltung kann sich eine Nutzung über das ganze Jahr so vorstellen, dass beispielsweise Sauna- und Wellnessbereiche neu errichtet werden.

Wie hat die Politik auf die Vorschläge reagiert?

Vertreter von SPD und CDU lobten besonders den Ansatz, Stellplätze für Wohnmobile zu errichten. Das sei ein weiter wachsender Markt. Auch neue Übernachtungsmöglichkeiten seien „ganz wichtig“.

Wo sehen die Fraktionen Probleme?

Neue Lösungen mahnten die Politiker für die enge Brücke an der Füchtelner Mühle an. Sie sei aktuell eine Gefahr für Fußgänger und Fahrradfahrer. Eine Idee ist, diese beiden Gruppen an anderer Stelle über die Stever zu leiten. Ein Ansatz ist dabei eine neue Brücke über die Umflut. Hier stehen aktuell nur die Fundamente. Sie sollen überprüft werden, ob sie noch stabil genug sind.

Wie geht es weiter?

Die Stadt plant eine Bürgerversammlung, um ihre Pläne zur Diskussion zu stellen. Ein Datum für das Treffen gibt es noch nicht. Allerdings drückt die Verwaltung aufs Tempo. „Wir wollen zeitnah den Entwurf beschließen“, sagte Bürgermeister Sendermann.

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