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Der Aufstiegstraum des SuS Olfen ist ausgeträumt

C-Junioren

Die C-Junioren des SuS Olfen haben in Hordel eine bittere 0:3-Niederlage hinnehmen müssen. Dennoch konnte das Team als Sieger die Heimfahrt antreten.

Olfen

von Thomas Aschwer

, 24.06.2018
Der Aufstiegstraum des SuS Olfen ist ausgeträumt

Enttäuschung pur bei der C-Jugend des SuS Olfen nach der Niederlage in Hordel. Trainer Ralf Neugebauer (.) versucht seine Spieler zu trösten, während im Hintergrund die Gastgeber in ihren Aufstiegs-T-Shirts feiern. © Thomas Aschwer

Aufstiegsspiel
TuS Hordel – SuS Olfen 3:0 (0:0)

Es läuft gerade die fünfte Minute der zweiten Halbzeit im Aufstiegsspiel der C-Junioren zwischen Hordel und dem SuS Olfen: Wie an diesem Tag schon so oft segelt eine Flanke der Gastgeber in den Olfener Strafraum. Und wie bei X-Situationen vorher scheint es für den SuS nicht wirklich gefährlich zu werden. Doch dann gibt es eine Verkettung unglücklicher Umstände. Dem SuS-Torhüter rutscht der Ball aus den Händen, beim verzweifelten Versuch eines Abwehrspielers, den Ball vor dem heranstürmenden Angreifer der Gastgeber aus der Gefahrenzone zu schlagen, trifft er seinen Schlussmann – und der Ball prallt zurück ins eigene Tor.

In seiner Spielanalyse sagt später Olfens Fußballtrainer Ralf Neugebauer dazu: „Wenn das im Training passiert, wird darüber gelacht, und dann muss der Spieler wahrscheinlich fünf Liegestütze machen.“ Doch im Spiel war es ein Schock für den SuS. „Da war ein kleiner Bruch drin“, sagt Neugebauer, um zugleich seine Spieler in Schutz zu nehmen: „Individuelle Fehler gehören dazu. Dass es in einem so wichtigen Spiel passiert, ist natürlich besonders bitter.“

Den Hordelern gab die überraschende Führung vor einer für Jugendspiele ungewöhnlich großen Kulisse mächtig Auftrieb. Und nur sieben Minuten nach dem 1:0 bauen die Gastgeber die Führung weiter aus. Olfen reagiert auf den 0:2-Rückstand, wechselt zweimal aus – allerdings ohne durchschlagenden Erfolg. „Spielerisch war es von beiden Mannschaften heute überschaubar, aber es war natürlich auch Nervosität drin“, analysiert Neugebauer.

Der Aufstiegstraum des SuS Olfen ist ausgeträumt

Toni Milisaovski (M.) übernimmt noch vor den Ferien die C-Jugend des SuS Olfen. Vorgestellt haben den neuen Trainer Christiane Klann und Michael Brüggemann von der Fußball-Jugendabteilung des SuS Olfen. © Thomas Aschwer

Mit dem 0:0 zur Halbzeit habe der SuS leben können – „obwohl wir die größeren Chancen hatten“, so der SuS-Trainer. „Wir haben den Jungs in der Pause gesagt, wer den ersten Fehler macht, der wird das Spiel wahrscheinlich verlieren.“ Das Trainerteam sollte Recht behalten. Mit dem 3:0 in der 60. Minute war die Begegnung und damit das Aufstiegsrennen entschieden. Hordel hat aus zwei Spielen zwei Siege geholt – und kann für die Landesliga planen, Olfens zweite Begegnung gegen Lüdenscheid hat keinen Wert mehr und wird deshalb auch nicht mehr stattfinden.

Der SuS Olfen steckt seine ganze Energie jetzt in die Planung der neuen Saison, denn ein Großteil der C-Jugend wechselt in die B-Jugend. Mit Toni Milisaovski hat der Verein einen externen Trainer für die C-Jugend gewonnen. Milisaovski (44) hat im ehemaligen Jugoslawien in der vierten Liga gespielt, später in Deutschland in der Ober- und Westfalenliga. Trainererfahrung hat der Versicherungskaufmann im Senioren- und Jugendbereich gesammelt. Vor der Zusage in Olfen hat er sich einige Spiele der C-Jugend angesehen. „Die Kampfstärke und der große Teamgeist haben mich überzeugt“, sagt Milisaovski im Gespräch mit unserer Zeitung. Und wenn es für beide Tugenden überhaupt noch eines Beweises bedurft hätte, lieferte sie der SuS-Nachwuchs am Samstag. Nach dem 0:1 und später nach dem Abpfiff versuchten die SuS-Spieler, ihre Mannschaftskameraden zu trösten und aufzubauen. Mehr Teamgeist geht nicht. Und dieser Zusammenhalt ist ein Erfolg, auf den SuS Olfen stolz sein darf. So sehen Sieger aus.

Tore: 0:1 (40., Eigentor), 2:0 Zaara (47.), 3:0 Mette (60.)

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