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Nach dem schlechten Sommer

Freibad Olfen fährt hohes Defizit ein

Olfen 2017 war kein gutes Jahr für das Olfener Naturbad. Mit rund 19.000 Besuchern registrierten die Verantwortlichen in der abgelaufenen Saison rund 20 Prozent weniger Gäste als in den Vorjahren. Die Gründe liegen auf der Hand

Freibad Olfen fährt hohes Defizit ein

Viel Platz für Akrobatik hatten die Besucher des Olfener Naturbades in diesem Jahr. Foto: Foto: Malte Bock

„Wir hatten quasi keinen richtigen Sommer“, sagte Daniela Damm, zuständige Fachbereichsleiterin und kaufmännische Leiterin des Naturbades, am Dienstagabend in der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Senioren, Kultur und Sport. Andere Gründe habe es nicht gegeben: „Wir haben ja nur knapp 30 Saisonkarten weniger verkauft.“ 537 gegenüber 566 im Jahr 2016. Am Konzept des Naturbades könne es also nicht gelegen haben.

Und so werde es auch keine neuen Spielgeräte oder Ähnliches geben, kündigte Daniela Damm an. Es gelte, weiterhin ein stabil gutes Bad anzubieten. Und dazu gehöre auch, 2018 weiter an den schon vor Saisonbeginn 2017 geltenden Prioritäten zu feilen. „Wir haben ja wegen des 2016er Norovirus-Befalls präventiv Hygienemaßnahmen ergriffen“, berichtet Betriebsleiter Markus Freck im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten. Desinfektion, intensivere Toilettenkontrollen: Das seien einige der Maßnahmen. „Die Besucher sind aber auch sensibler geworden“, sagt Daniela Damm. Folge: „Wir hatten in dieser Saison keinen Fall von Noroviren im Naturbad.“

Folie ist dicht geblieben

Auch in anderer Hinsicht haben die Verantwortlichen vorgesorgt. Nachdem es undichte Stellen in der Folie im Naturbad gegeben hatte, habe man vor Saisonbeginn die Folie austauschen und dafür auch den Betonboden noch besser abschleifen lassen, sagt Freck. „Die Folie ist dicht geblieben.“

Die Kehrseite der Medaille: Das unplanmäßig nötig gewordene Ablassen des Wassers zwecks Austausches der Folie hat neben weiteren Reparaturen und dem wetterbedingten Fehlen von Tageseinnahmen mit dazu beigetragen, dass das Defizit nach vorläufiger Rechnung bei 170.000 Euro liegt. Eigentlich soll das jährliche Defizit 100.000 Euro nicht überschreiten. So war es 2010 bei Eröffnung des Naturbades beschlossen worden.

„Aber wir müssen auch Preis- und Tarifsteigerungen berücksichtigen, so dass die 100.000-Euro-Marke heute sicher nicht mehr gilt“, sagte Bürgermeister Wilhelm Sendermann in der Ausschusssitzung. Das Defizit werde durch den Haushalt getragen, erklärte er gegenüber den Ruhr Nachrichten. Und: „Davon gehen wir nicht pleite.“ Im Gegenteil: Jetzt werde es weitere Maßnahmen zur Qualitätssteigerung geben. Die Verantwortlichen überlegen, wie sie den Eingangsbereich künftig bei gutem Wetter besser beschatten können. „Damit die Besucher nicht in der prallen Sonne stehen müssen“, meint Daniela Damm. Konkrete Pläne gebe es aber noch nicht.

Platzverweise

Sehr konkret sei es dagegen in Sachen Wasserspielplatz geworden: „Wir haben immer wieder beobachtet, dass Hunde dort baden und kleine Kinder dort reingehen. Wir haben die Schilder, auf denen steht, was man darf und was nicht, verbessert. Und unser Sicherheitsdienst hat Aufklärungsgespräche geführt. Einige Platzverweise sind auch ausgesprochen worden.“

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