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Pettition der Bürger

Olfener gegen Abschiebung von albanischer Familie

OLFEN Rund 200 Olfener sind am Freitag zum Leohaus gekommen, um eine Petition zu unterschreiben, die Dorothee Bay initiiert hat. Eine Petition, die vielleicht das Schicksal von Familie Rade ändern könnte. Familie Rade kam im August 2015 als Flüchtlinge aus Albanien nach Deutschland. Jetzt soll sie abgeschoben werden.

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Um die Petition für Familie Rade zu unterschreiben, kamen die Olfener Bürger Freitag zum Leohaus.

Dorothee Bay (hinten links) setzt sich für Familie Rade ein. Mutter Fatbardha (Mitte) und Vater Servet freuen sich über die Unterstützung. Vor allem ihre Kinder und die Freunde hoffen auf einen guten Ausgang (v.l.): Emilia Perini (11), Vikela Rade (13), Klaus Rade (10) und Katrin Bay (11).

Mutter Fatbardha (38), Vater Servet (51) und ihren Kindern Klaus (10) und Vikela (13) sollen abgeschoben werden, weil Albanien ein sogenanntes sicheres Herkunftsland ist. „Da ist gar nichts sicher dran“, sagt Dorothee Bay, Betreuerin der Familie und Initiatorin der Petition. Nur, weil dort kein Krieg sei, heiße das lange noch nicht, dass alles friedlich sei. "Wir würden sie nicht zurück zu Bomben schicken, sondern zurück in die Gewalt", sagt Bay.

Kinder sind Sternsinger in Olfen

Klaus spricht schon fließend Deutsch, Vikela ist in der siebten Klasse – gleichauf mit ihren deutschen Mitschülern. Die beiden waren dieses Jahr zum zweiten Mal Sternsinger in Olfen, sie haben Freunde gefunden. Während die Olfener zeigen, dass sie zu ihnen stehen und die Petition gegen die Abschiebung unterschreiben, zeigen die beiden, dass sie zu Olfen stehen und kommen in Sternsingerkostümen.

Mutter Fatbardha und Vater Servet nehmen am Leohaus von allen Seiten Neujahrswünsche, Begrüßungen und Verabschiedungen entgegen. „Ich bin sehr glücklich und dankbar, was alle für meine Familie gemacht haben“, sagt Fatbardha Rade.

Freundschaften geschlossen

"Es geht hier nicht nur um die Familie, sondern auch um die Freundschaften, die zerstört würden“, sagt Bay. „Es gibt Fälle, in denen eine Einzelfallbetrachtung dazu geführt hat, dass die Menschen hier bleiben durften. Das passiert zwar selten, aber selten bedeutet eine Chance.“

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Um die Petition für Familie Rade zu unterschreiben, kamen die Olfener Bürger Freitag zum Leohaus.

Dorothee Bay (hinten links) setzt sich für Familie Rade ein. Mutter Fatbardha (Mitte) und Vater Servet freuen sich über die Unterstützung. Vor allem ihre Kinder und die Freunde hoffen auf einen guten Ausgang (v.l.): Emilia Perini (11), Vikela Rade (13), Klaus Rade (10) und Katrin Bay (11).

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