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In Olfen

Pfefferspray versprüht – Rewe musste evakuiert werden

Olfen Der Olfener Rewe-Markt in der Bilholtstraße musste am Donnerstagmittag wegen eines Reizgas-Einsatzes evakuiert worden. Kunden und Angestellte klagten über Husten und Atembeschwerden. Die Täter waren noch jung.

Pfefferspray versprüht – Rewe musste evakuiert werden

Der Markt in Olfen musste am Donnerstag evakuiert werden.

Der Olfener Rewe-Markt in der Bilholtstraße ist am Donnerstag um 12.45 Uhr evakuiert worden. Kunden und Angestellte klagten über Husten und Atembeschwerden. Der Rettungsdienst behandelte 22 Personen. Die Ermittlungen der Polizei ergaben, dass Pfefferspray die Ursache war. Nach Auskunft der Polizei hielten sich drei Jugendliche aus Olfen und Datteln in dem Markt auf. Einer versprühte Pfefferspray. „Das Motiv: jugendlicher Leichtsinn“, sagt ein Sprecher der Polizei Coesfeld.

Auf den Bildern der Innenraumüberwachung identifizierte die Polizei einen der Jugendlichen und ermittelte schließlich alle drei. Die Jugendlichen erwartet nun ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und nicht unerhebliche Schadenersatzansprüche.„Plötzlich hatte ich Atembeschwerden und Hustenreiz“, so Barbara Neumann im Gespräch mit der Redaktion. So wie Barbara Neumann ging es vielen Kunden und Angestellten. Barbara Neumann: „Wir wurden sofort aufgefordert, den Markt zu verlassen.“

So verlief der Einsatz am Rewe-Markt

Viele Rettungswagen waren im Einsatz.
Polizeibeamte sicherten den Rewe-Markt.
In der Einfahrt von Elektro Thesing standen Rettunsgwagen.
Großeinsatz am Rewe-Markt.
Viele Rettungswagen waren im Einsatz.
Rettungswagen standen auch auf der Bilholtstraße.
In der Einfahrt und Garage von Elektro Thesing versogten die Rettungssanitäter die Personen, die über Beschwerden klagten.
Barbara Neumann musste auch den Rewe-Markt verlassen und einige Zeit warten, bis sie ihre Einkäufe bezahlen durfte.

Die Räumung sei ohne Probleme verlaufen. Wie Michael Hofmann, Leiter des Rettungseinsatzes, mitteilte, habe man 22 Personen behandelt. „Neun Personen konnten wir recht schnell nach Hause schicken“, so Michael Hofmann.

Vorsichtsmaßnahme

Fünf Personen habe man vorsorglich in Krankenhäuser nach Dülmen, Lüdinghausen und Datteln gebracht. Dies sei allerdings eine reine Vorsichtsmaßnahme, da es sich um Mitarbeiter des Marktes handele. „Wir haben noch Glück gehabt, der Vorfall ist glimpflich abgelaufen“, so Michael Hofmann.

Der Rettungsdienst war mit drei Notärzten und insgesamt acht Fahrzeugen vor Ort. Hofmann: „In so einem Fall können wir ehrenamtliche Kräfte alarmieren.“ Diese seien schnell vor Ort gewesen. Die Rettungskräfte versorgten die Angestellten mit Decken, denn sie mussten ohne ihre Jacken den Markt verlassen.

Spezialkräfte

Die Polizei war mit mehreren Kräften vor Ort. Ihre Aufgabe war es, den Rewe-Markt zu sichern. Im Einsatz war auch der ABC-Zug des Kreises. Die Mitarbeiter sind auf die Untersuchung von solchen Fällen spezialisiert. Wie Michael Hofmann erklärte, hätten sie spezielle Messgeräte in ihrem Fahrzeug. Die Spezialkräfte untersuchten den Markt, führten Messungen durch. Gegen 13.45 Uhr die erlösende Nachricht: Es wurden keine giftigen Stoffe mehr im Ladenlokal gemessen. So konnte die Kriminalpolizei die Spurensuche im Markt aufnehmen. Die Kriminalbeamten schauten sich auch die Bilder der Videoüberwachung an und hatten bei der Tätersuche Erfolg.

Nach dem Abschluss der Untersuchung wurde der Rewe-Markt gegen 15.30 Uhr wieder geöffnet. Barbara Neumann durfte ihre Einkäufe entgegennehmen. Neumann: Ich bekomme am Freitag Besuch und möchte noch backen.

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