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Kreisliga-Handball beim SuS Olfen

Schwerer Pflichtsieg für die Olfener Handballer

Olfen Der Kopf spielt mit. In jeder Partie. Besonders, wenn es gegen den letzten Platz in der Liga geht. Die Olfener Handballer hatten so ein Spiel am Sonntag. Auswärts traf der SuS Olfen auf Kreisliga-Schlusslicht ETG Recklinghausen II und hat das Spiel am Ende mit 31:25 gewonnen.

Schwerer Pflichtsieg für die Olfener Handballer

Benedikt Höning (M.), hier gegen Westerholt, erzielte fünf Tore. Olfen hat sich schwer gegen das Ligaschlusslicht Recklinghausen. Erst in der Schlussphase setzte sich der SuS etwas ab. Foto: Weitzel

Handball, Kreisliga
ETG Recklinghausen II – SuS Olfen 25:31 (13:15)

Mit einer Halbzeitführung von nur zwei Toren (15:13) ging es für die Olfener in die Kabine an diesem Tag. Die Führung war zu dünn, bedenkt man, dass die ETG-Reserve in dieser Saison noch gar keinen einzigen Punkt geholt hat. Von einem „klassischen Auf und Ab“ sprach SuS-Trainer Scholten nach dem Auswärtssieg.

So setzen sich die Gäste von der Stever nach 13 Minuten durch den Treffer von Justin Knebel auf 10:5 ab – sechs Minuten später waren die Recklinghauser Hausherren aber schon wieder auf 9:10 dran. Rückraumspieler Mike Bebnista setzte den Anschlusstreffer.

Bebnista und sein Rückraum-Kamerad Morten Kuehl waren es, die für den größten Ärger in den Reihen der Olfener sorgten. Bebnista setzte insgesamt sechs Treffer, Kuehl machte sieben. Eine Quote, die Michael Scholten zu einer Umstellung in der Defensive veranlasste.

„Wir haben circa zehn Minuten nach dem Seitenwechsel auf eine offensive 4:2-Deckung umgestellt“, sagte Scholten. Ein probates Mittel, wenn der Rückraum wie hier zu viel Platz hat. Olfen deckte nun also mit zwei offensiven Halbverteidigern, engte so die Räume ein. „Das haben wir bis zum Ende durchgezogen und uns viel Druck genommen, um die Wende zu machen“, sagte Scholten.

Was Olfen in der Deckung gut und fair machte, gelang den Hausherren nicht ganz. Die Folge: eine Rote Karte für ETG-Spieler in der 37. Minute. Scholten sprach von einer „groben Unsportlichkeit. Das grenzte an Körperverletzung.“ Was war geschehen?

„Der Kurze (Dominik Winkler, Anm. d. Red.) hat den Ball am Kreis zugespielt bekommen und war völlig frei. Als er werfen wollte, hat der Verteidiger im richtig heftig in den Wurfarm gelangt. Da war ich auch etwas vom gegnerischen Trainer enttäuscht, der seine Spieler bei so einem offensichtlichen Foul auch noch in Schutz genommen hat“, erklärte Scholten. Moritz Wienken verwandelte den fälligen Siebenmeter zum 18:15 für Olfen.

Zehn Minuten später sei ihm der Gastgeber-Coach erneut negativ aufgefallen. Es war eine heiße Phase im Spiel, ETG II ging zwischenzeitlich sogar mit zwei Toren in Führung (22:20). Scholten: „Der Trainer von denen wollte eine Auszeit nehmen. Der Recklinghauser Zeitnehmer hat das aber nicht mitbekommen und unser Sekretär wurde dafür fälschlicherweise zur Verantwortung gezogen. Da war richtig was los in der Halle.“

Doch Olfen blieb souverän, brachte schließlich die Entscheidung und setzte sich standesgemäß ab. „Gegen so einen Gegner ist es nie leicht. Das ist eine Kopfsache. Auch gegen den Letzten muss man erst mal gewinnen“, sagte Scholten.


Team und Tore
SuS
: Bölken, Steinkraus - Knebel (1), Winkler (7), Höning (5), L. Scholten (5), Oberhag (4), Cremer (1), Elsner (1), Lemberg (4), Wienken (3/2), Dreber
Rote Karte: Ottenhoff (36:44, Foul)

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