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Suche nach Täter

Über 200 Enten und Gänse getötet

OLFEN Geflügelzüchter Horst Pennekamp plagen große Sorgen: Über 200 seiner Gänse, Enten und Hühner wurden gerissen. Der Züchter verdächtigt Füchse. Eine Kamera könnte jetzt helfen, den Täter bei seinem Blutrausch zu überführen.

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Die Gänse auf dem Geflügelhof Pennekamp werden derzeit arg dezimiert. Wenn es so weiter geht, sind bis Weihnachten nicht mehr viele übrig.

Gerissene Gänse auf dem Hof Pennekamp.

„Es macht keinen Spaß mehr“, sagt Horst Pennekamp, Geflügelzüchter an der Selmer Straße. In den letzten Wochen wurden auf seinem Gelände weit über 200 Gänse, Enten und Hühner gerissen. Und jede Nacht werden es mehr.

Der wirtschaftliche Schaden ist gewaltig. Eine Versicherung gibt es für solche Fälle nicht. Das tote Geflügel ist natürlich nicht mehr zu verwerten. Es wird von einer Selmer Spezialfirma entsorgt. Außerdem sei es in diesem Jahr schwer, neue Gänse zu bekommen. Und wenn, dann seien die Küken sehr teuer.

Gerissene Gänse auf dem Geflügelhof Pennekamp

Die Geflügelbestände auf dem Hof Pennekamp werden arg dezimiert. Mitglieder des Hegerings haben Füchse beobachtet.
Diese Hühner haben diesmal überlebt. Aber mehrere Gänse hat es erwischt.
Immer wieder findet Horst Pennekamp morgens gerissene Gänse und Enten, die auf seinem ganzen Gelände verstreut sind.
Gerissene Gänse auf dem Hof Pennekamp.
Die Gänse auf dem Geflügelhof Pennekamp werden derzeit arg dezimiert. Wenn es so weiter geht, sind bis Weihnachten nicht mehr viele übrig.
Hütehündin Leila wacht jetzt nachts über das Geflügel und verjagd wildernde Raubtiere. Seitdem werden weniger Gänse gerissen. Aber ganz hat das Drama noch nicht aufgehört.
Gänse auf dem Geflügelhof Pennekamp. Weit über 100 von ihnen wurden in den letzten Wochen gerissen, außerdem viele Hühner und Enten.
Geflügelzüchter Horst Pennekamp mit seinem Hütehund Leila. Die Gänse haben vor der Hovawart-Hündin keine Angst.
Horst Pennekamp mit seinem Hütehund Leila.
Gesunde Gänse auf den Hof Pennekamp. Doch einige von ihnen könnten schon in der nächsten Nacht zerfleischt werden.
Auf dem großen Gelände des Geflügelhofes Pennekamp an der Selmer Straße  in Olfen können Füchse oder wildernde Hunde überall eindringen.
Horst Pennekamp mit seiner Hütehündin Leila. Die wacht über die Gänse und tut ihnen absolut nichts.
Horst Pennekamp mit seiner Hütehündin Leila. Die wacht zwar nachts über das Geflügel, kann aber auch nicht verhindern, dass immer wieder Tiere gerissen werden.
Horst Pennekamp mit seiner Hütehündin Leila. Gänse haben vor ihr keine Angst.
Horst Pennekamp mit seiner Hütehündin Leila.
Seit Pfingsten werden die Geflügelbestände auf dem Hof Pennekamp arg dezimiert.

 Horst Pennekamp und seine Frau Lieselotte vermuten tollwütige Füchse am Werk. Zu Pfingsten ging es los. Am Dienstag nach den Feiertagen lagen mehr als 80 tote Gänse auf der Wiese. „Es sah aus wie auf einem Schlachtfeld“, sagt Pennekamp. Viele Tiere waren zerfleischt, ihre Köpfe abgebissen. Über 20 weitere Gänse fraßen nicht mehr und starben später an ihrem Schock. Drei Tage später fand der Züchter 60 tote Hühner in der Nähe seines Teiches.  

Daraufhin ließ Pennekamp nachts seinen Hütehund Leila auf der Wiese. Die Hovawart-Hündin hielt ruhig Wache. Das Geflügel hat vor Leila keine Angst. Eine Woche ging alles gut. Doch dann gab es ein nächtliches Gewitter mit Sturm und starken Regenfällen. Leila verlor die Witterung. Am nächsten Morgen waren wieder zwölf Gänse und vier Enten gerissen.  So geht es seitdem ständig weiter. Jeden Morgen liegt zerfleischtes Geflügel auf dem Gelände. Leila schlägt zwar die wildernden Raubtiere in die Flucht. Aber für zwei oder drei Vögel ist es dann meist zu spät.„Wir schlafen nur noch bei offenem Fenster, um zu hören, wenn die Gänse unruhig werden“, sagt Horst Pennekamp. Und eines Nachts hat er kürzlich tatsächlich einen Fuchs direkt auf seinem Hof gesehen: „Es war ein ziemlich dicker Brocken.“

 Deshalb glaubt Pennekamp, dass Füchse die Übeltäter sind. Olfens Hegeringsleiter Heinrich Lohmann ist allerdings anderer Meinung: „Ein solcher Blutrausch passt nicht zum Fuchs. Hier handelt es sich wohl eher um einen großen Hund. Der könnte in einen Tötungsrausch fallen.“ Natürlich, so Lohmann, seien auch immer wieder Füchse unterwegs. „Doch der Fuchs reißt höchstes ein oder zwei Tiere auf einmal.“ Der Hegeringsleiter empfiehlt Horst Pennekamp die Aufstellung einer Wildbeobachtungskamera, um den Bösewicht aufzuspüren. Um Füchse zu erwischen, sagt Lohmann, sollte der örtliche Jagdpächter Fallen aufstellen. Er könnte auch heimische Jäger beauftragen. „Wenn es so weiter geht wie im Moment“, sagt Horst Pennekamp, „dann fürchte ich in diesem Jahr für viele Olfener um ihren Weihnachtsbraten.“

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