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Demonstration verhindert Wettbewerb der Kreis-DRK

Demo gegen Rechts in Lüdinghausen

Der DRK-Kreisverband Coesfeld wollte eigentlich am Samstag einen Wettbewerb in der Lüdinghauser Innenstadt veranstalten. Wegen einer Demo gegen Rechts fällt die Veranstaltung aber nun aus. Aus Sicherheitsgründen.

Lüdinghausen/Kreis Coesfeld

von Marvin Hoffmann

, 12.04.2018
Demonstration verhindert Wettbewerb der Kreis-DRK

© picture alliance / dpa

Christoph Schlütermann vom Vorstand des DRK-Kreisverbandes Coesfeld wollte kein Risiko eingehen und hat den Wettbewerb der Kreis-DRK, der für diesen Samstag geplant war, abgesagt. Auch DRK-Mitglieder aus Olfen wollten daran teilnehmen. Die Sicherheitsrisiken stehen mit einer Demonstration Rechts statt. Die Demonstration in Lüdinghausen wurde angemeldet von „zwei Lüdinghauser Bürgern“ – das teilte jedenfalls Björn Korte von der Pressestelle der Polizei auf Anfrage unserer Redaktion mit. Die Polizei habe allerdings „keinerlei Hinweise auf einen unfriedlichen Verlauf“ der Demonstration, die sich gegen Rassismus richtet. Schlütermann geht trotzdem auf Nummer sicher. „Wir können nicht die Verantwortung übernehmen, unsere Jugendliche da vielleicht einer Gefahr auszusetzen, wenn es zu Ausschreitungen kommt“, sagt er.

Das Problem: In Dortmund findet an diesem Samstag eine große Demonstration von Rechtsradikalen statt. Viele Gegendemonstrationen sind angemeldet. Schlütermann: „In Dortmund wird es ein großes Polizeiaufgebot geben. Wir haben Angst, dass manche Leute dann ein Ventil in Lüdinghausen suchen, weil sie hier ein geringeres Polizeiaufkommen vermuten.“

Polizei ist entspannt


Doch die Polizei bleibt gelassen. „Wir werden mit einem angemessenen Aufgebot vor Ort sein, um die Versammlungsteilnehmer sowie die Lüdinghauser Bürger zu schützen.“

Einen Nachholtermin für den Wettbewerb gibt es noch nicht. „Das ist immer eine gute Sache für unsere Jugendlichen und auch die Erwachsenen, die dann in die Einsätze geschickt werden“, so Schlütermann. Der DRK-Nachwuchs muss dabei verschiedene Aufgaben lösen, die oft realitätsnah gestaltet sind. „Die Sieger nehmen dann sogar am Landeswettbewerb und später am Bundeswettbewerb teil. Es ist wirklich sehr bedauerlich, dass unser Wettbewerb jetzt ausfallen muss – aber es ist vernünftig, kein unnötiges Risiko einzugehen“, sagt Schlütermann.

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