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Eine Olfenerin und ihre Leidenschaft fürs Nähen

Sandra Hammer-Böhm liebt die Handarbeit

Sandra Hammer-Böhm aus Olfen verkauft selbst genähte Accessoires für Frauen und Kinder. Dabei konnte sie bis vor wenigen Jahren noch gar nicht nähen. Sie hat aber auch Tipps für Anfänger.

Olfen

von Sabine Geschwinder

, 05.06.2018
Eine Olfenerin und ihre Leidenschaft fürs Nähen

Sandra Hammer-Böhm aus Olfen näht Taschen aus bunten Stoffen und verkauft sie bei Dawanda. © Sabine Geschwinder

Ein Leben ohne Nähen? Das kann sich Sandra Hammer-Böhm aus Olfen inzwischen nicht mehr vorstellen. Weil ihre Nähmaschine bald zur Reparatur muss, hat sie sich bereits eine weitere geliehen. „Denn es geht ja gar nicht mehr ohne“, sagt sie. Dabei ist die Olfenerin erst vor etwa drei Jahren zum Nähen gekommen.

Brötchentüten aus Stoff

Sie hatte einen schönen Stoff mit schwarzen, comichaften Katzen und den Wunsch, eine Schultertasche daraus zu nähen. Weil ihre Großmutter Näherin ist, holte sie sich Tipps bei ihr und legte dann los. Auf die Tasche wurde sie dann so häufig angesprochen, dass sie noch weiter machte, mit dem Nähen. Schuletuis, Schlüsselanhänger, Kosmetiktäschchen für Frauen und Kinder, genäht mit bunten, modernen Stoffen.

Auch Brötchentüten aus Stoff sind dabei. „Die kann man sogar mit den Brötchen einfrieren“, sagt sie.

2016 meldete sie ein Kleingewerbe an und verkaufte ihre Ware auf dem Lüdinghauser Bauernmarkt. Erst hat sie einen Tisch, später sind es vier Tische, plus Pavillon und Taschenständer. Im Moment bietet sie ihre Ware aber vor allen Dingen online an. Seit 2017 ist sie beim Online-Portal Dawanda. Dort können Menschen aus aller Welt selbst gemachte und selbst genähte Produkte, vorwiegend Kleidung und Accessoires, verkaufen.

Mehr als nur Handarbeit

Sandra Hammer-Böhm geht es aber nicht nur darum, etwas Geld mit ihren Produkten zu verdienen: „Ich freue mich über den Austausch und die Resonanz, die ich zu den Dingen bekomme. Wenn Kunden immer wieder kommen, ist das besonders schön.“ In ihrem Hauptberuf ist sie Sekretärin in Marl, meistens abends setzt sie sich dann für ein paar Stunden auf ihre Terrasse im Wohnpark in Gut Eversum.

Bei Sonne und Vogelgezwitscher lässt es sich da gut nähen. „Ich kann dann richtig gut runterkommen“, sagt Hammer-Böhm. So geht es auch ihrer Hündin, die sich dann meistens auf ihre Hundedecke legt und dem Rattern der Nähmaschine zuhört. Dem Hund verdankt Sandra Böhm-Hammer auch den Namen für ihr Label: Sie nennt es „Pusztapuli“, nach der ungarischen Rasse Puli, zu der ihr Hund gehört. Auch ihre Großmutter freut sich darüber, dass sie ihre Enkelin mit ihren Tipps zum Nähen gebracht hat. „Die findet es toll, weil sie auch mit 80 Jahren noch gerne näht, und findet es schön, dass sie es weitergeben kann“, sagt die 40-Jährige.

Tipps für Nähanfänger

Sie hat auch Tipps für Menschen, die es gern an der Nähmaschine probieren möchten: „Man kann sich gute Tipps im Internet holen“, sagt sie, dort gebe es Anleitungen und Videos mit Kniffen, auf die sie selbst nie gekommen wäre. Und auch ein Nähkurs sei empfehlenswert. „Ich glaube, ich hab mich am Anfang etwas umständlich angestellt“, sagt sie.

Einen Nähkurs hat sie dann in diesem Jahr selbst zum ersten Mal besucht. Auch, um ein neues Projekt auszuprobieren. Eine Windeltasche.

Die selbst genähten Produkte von Sandra Hammer-Böhm findet sich im Internet auf https://de.dawanda.com/ shop/pusztapuli
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