Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige
Anzeige

Schädlinge in der Lippeaue

Weidenbohrer bedroht Experiment bei Aussichtsplattformen

Olfen Die Aussichtsplattform an der Stever und der Steg in der Lippeaue sollen in vielen Jahren von Bäumen getragen werden. Doch das Experiment ist in Gefahr.

/
0505ol-plattform-schäden
Die Schäden sind deutlich sichtbar

Foto: Theo Wolters

0505ol-plattform2
Einige Bäume an dem 60 Meter langen Steg in der Lippeaue sind von einem Schädling befallen.

Foto: Theo Wolters

Die Aussichtsplattform an der Stever und der Steg in der Lippeaue gehören zu einem Experiment des Unternehmens Baubotanik aus Stuttgart. Ziel ist es, dass die Stahlkonstruktion in einigen Jahren von den verwachsenen Bäumen gehalten wird. Dann könnten die gelben Stützen entfernt werden.

Beide Projekte sind nun jedoch von einem Schädling befallen. „Die Bäume an der Plattform an der Stever sind so sehr befallen, dass sie fast tot sind“, erklärte Hannes Schwertfeger vom Unternehmen aus Stuttgart am Donnerstag dem Bau- und Umweltausschuss. Diese seien auch nicht zu retten. Der Weidenbohrer hat die Bäume befallen. Die Löcher in den Stämmen sind deutlich sichtbar.

Umstieg auf andere Baumart?

Etwas besser sieht es, so Schwertfeger, an dem Steg in der Lippeaue aus. „Dort sind einige Bäume befallen, sie könnten ausgetauscht werden.“ Hannes Schwertfeger erklärte dem Ausschuss, man müsse nun überlegen, ob man das Experiment fortsetzen wolle. Dann sei aber an der Plattform an der Stever eine vollständige Neupflanzung notwendig. „Überlegen müsste man dann, ob die Pflanzung einer anderen Baumsorte von Vorteil ist.“ Und wolle man die Stützen in einigen Jahren nicht entfernen, das Experiment also nicht fortsetzen, dann solle man für eine Begrünung der Anlagen sorgen.

Bürgermeister Wilhelm Sendermann erklärte, man habe gewusst, dass man sich auf eine Experiment einlasse. „Olfener und Besucher haben viel Freude an den Aussichtspunkten“, so der Bürgermeister. „Wir wollten über die Möglichkeiten informieren. Nun müssen wir in den nächsten Monaten entscheiden, wie wir weiter vorgehen.“ Die Aussichtspunkte sollten auf jeden Fall erhalten bleiben.

Keine Gefahr für Besucher

Der stellvertretende Fachbereichsleiter Klemens Brömmel erklärte auf Anfrage der Redaktion, man habe an beiden Aussichtspunkten erst einmal einen Rückschnitt durchgeführt. Er betonte, die Aussichtspunkte seien trotz der Schädigungen der Bäume aber weiterhin gefahrlos zu betreten. Denn gehalten würden die Plattformen von der Stahlkonstruktion. Gibt es Probleme an diesen Aussichtspunkten, so ist der Aussichtsturm an der Lippe in Nähe des Hofs Tenkhoff nicht von einem Schädling befallen. Dort wurde eine Ahornart gepflanzt.

Hier sind die Schädlinge aufgetaucht

  • Plattform in der Steveraue: Pflanzung von Korbweide im April 2010, vollständig vom Schädling Weidenbohrer befallen
  • Aussichtturm am Lippeufer: Pflanzung von Bergahorn März 2014, Höhe 3,50 Meter, kein Schädlingsbefall
  • Steg am Lippebogen: Pflanzung von 156 Silberweiden im März 2015; Der Steg ist 60 Meter lang. Teilweiser Schädlingsbefall

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Juzo Olfen

Jugendzentrum hat Probenraum - aber keine Bands

Olfen Stell dir vor, es gibt einen Raum mit traumhaften Bedingungen und kaum einer geht hin. So ähnlich sieht es im Jugendzentrum Olfen (Juzo) aus. Im Band-Proberaum ist es still. Jedenfalls meistens.mehr...

Rettungseinsatz Olfen

Kinder stürzen durch Kunststoff-Kuppel drei Meter tief

Olfen Eine Dachkuppel aus Kunststoff eignet sich nicht, um darauf herumzuklettern. Zwei Kindern wurde das am Donnerstag in Olfen zum Verhängnis. Sie stürzten drei Meter in die Tiefe.mehr...

Wieschhofschule Olfen

So ist der Stand beim Umbau der Wieschhofschule

Olfen Der Umbau der Wieschhofschule ist nach dem Bau der Gesamtschule die zweitgrößte Baumaßnahme Olfens. Aufwendig. Zum neuen Schuljahr soll vieles fertig sein. Zu tun ist aber noch einiges.mehr...

Wirtschaftswege in Olfen

Weg an der alten Fahrt soll ab August gebaut werden

Olfen Ein Weg über die Alte Fahrt soll den Olfener Landwirten die Arbeit erleichtern. Im August geht der Bau los. Es gibt aber auch kritische Stimmen.mehr...

Haftstrafe für Olfener

Kind zu Tode misshandelt: Olfener muss ins Gefängnis

Münster/Olfen Der kleine Ilyas wurde nur drei Jahre alt. Er wurde so schwer misshandelt, dass er an den Folgen schwerster Kopfverletzungen verstarb. Der Täter war der Ex-Freund der Mutter. Jetzt muss der Mann aus Olfen ins Gefängnis. mehr...