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Peti van der Velde rockt als Tina Turner die Volksbühne

Show im Saalbau

Einfach die Beste(n): Die leibhaftige Tina Turner und ihr ebenso stimmgewaltiges Double Peti van der Velde. Die Niederländerin gibt der einstigen US-Rock-Röhre ein beinahe perfektes Ebenbild und kommt der „Queen of Rock“ im gleichnamigen Musical am Mittwoch, 29. Oktober, im Saalbau auch stimmlich sehr nahe.

INNENSTADT

von Dietmar Bock

, 30.10.2014

Doch bevor es soweit ist, gibt es bei der Produktion des „a.gon-Theaters München“ in der recht anspruchsvollen Inszenierung von Stefan Zimmermann nicht nur Klasse-Musik, sondern auch die traurigen Höhepunkte aus dem Leben der gebürtigen Anna Mae Bullock. Und das mitunter sehr drastisch dargeboten. Bedrohliche Licht- und Toneffekte unterstützen die entscheidenden Szenen mit Blitzen und angsteinflößenden Geräuschen nachhaltig, lassen die immer mal wieder aufkeimende tolle Stimmung abrupt im Keim ersticken und das Publikum öfters nachdenklich zurück.Unvermeidliche Gewaltszenen Gibt es anfangs noch starken Szenenapplaus, bei den eingängigen Songs wie „Bubblegum“ kräftiges Mitmachen, so reagieren die Fans auf die unvermeidlichen Gewaltszenen von Ike Turner sehr zurückhaltend. Gemäß dem Buch von Anna Bechstein gibt es zur glänzenden Choreografie von Mario Mariano ein Wechselbad der Gefühle, das den Betrachter nach dem offiziellen Musical-Ende ratlos zurücklässt, ehe dann nach der zweiten Pause jene Tina Turner aufdreht, die alle kennen.Erst mit 40 Jahren durchgestartet Die „Queen of Rock“ eben, die den Saalbau zur bassbetonten Musik der exzellenten Band unter der musikalischen Leitung von Christian Auer in seinen Grundfesten erschüttern lässt. Da sind sie dann, die absoluten Hits der Rock-Röhre, die erst im Alter von 40 Jahren so richtig durchstartete, zuvor jedoch ein hartes Leben überstand. Beides bringen Peti van der Velde und ihr (Spiel-)Partner Lemuel Pitts, der den widersprüchlichen Ike als gefühlvollen Liebhaber sowie gewalttätigen Choleriker in allen seinen Facetten stark auffächert, derart ausdrucksstark und nachhaltig auf die Bühne, dass es schockiert.Einzigartieges Double der „Queen of Rock“ Da ist es nur gut, dass abschließend zu „The Best“, „I Can’t Stand The Rain“, zur Hymne an Turners Geburtsstadt „Nutbush City Limits“ und zu ihrer ganz persönlichen Autobiografie „What‘s Love Got To Do With It“ nach Herzenslust abgerockt werden kann. Wohl wissend, einfach die Beste(n) gesehen zu haben. Peti van der Velde als Double der einzigartigen „Queen of Rock“.

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