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Vergewaltigungsprozess fortgesetzt

Polizistin: "Sie sah ganz schlimm aus"

EHRENFELD Die Augen blutunterlaufen, die Seele tief verletzt: Im Prozess gegen den mutmaßlichen Doppelvergewaltiger von Ehrenfeld ist am Donnerstag bekannt geworden, wie grausam zugerichtet eine der Frauen nach dem Zusammentreffen mit Kai S. ausgesehen hat – Fotos aus der Notaufnahme ließen selbst die Richter schlucken.

Polizistin: "Sie sah ganz schlimm aus"

Das Foto zeigt den Angeklagten Kai S. zum Prozessauftakt neben seinen Verteidigern Thomas Böhmer (links) und Norbert Kirsch (rechts).

„Das sieht wirklich furchterregend aus“, sagte Richter Michael Rottkemper bei der Durchsicht der Bilder. Die 25-jährige Bochumerin war in der Halloween-Nacht (1. November 2014) mit Freunden bis tief in den Morgen unterwegs gewesen. Zuletzt im Bermuda-Dreieck. Weil sie sich bei einem Sturz mit dem Rad an der Hand verletzt hatte, hatte sie sich im Morgengrauen alleine und zu Fuß auf den Weg in Richtung Bergmannsheil gemacht. Kurz danach war sie laut Anklage von Kai S. in seinen Kleinwagen gezerrt, brutal geschlagen, mit Kirschlikör abfüllt und zu sexuellen Handlungen gezwungen worden.

Eine Polizistin, die das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer in der Notaufnahme befragt hatte, erinnerte sich so: „Sie sah ganz schlimm aus. Die Augen waren geschwollen und fast schwarz. Sie hat geschrien, geweint, war kaum ansprechbar.“

Süße Flüssigkeit eingeflößt

Auch die 25-Jährige selbst rief sich am Landgericht noch einmal die vermutlich schlimmsten Minuten ihres Lebens ins Gedächtnis. Kai S. habe ihr im Pkw gedroht, ihr Heroin zu spritzen. „Dann musste ich eine süße Flüssigkeit aus einer dunklen Flasche trinken“, so die Bochumerin. Nachdem der Angeklagte sich auf der Rückbank an ihr vergangen habe, sei sie weinend, wütend und blutüberströmt gelaufen.

BOCHUM/HERTEN Zwei weitere Frauen, zwei neue Vergewaltigungen: Wenn sich diese Vorwürfe als wahr erweisen, dann dürfte Kraftfahrer Kai S. (47) aus Herten den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringen – in der Sicherungsverwahrung. Seit Montag steht der vorbestrafte Sexualverbrecher in Bochum vor Gericht.mehr...

Kai S. ist bereits mehrfach wegen Sexualdelikten vorbestraft, hatte bis 2013 insgesamt 17 Jahre in Haft gesessen. Im aktuellen Prozess geht es zudem um einen ähnlichen Vorfall kurz vor dem 1. November 2014. Mutmaßliches Opfer hier: eine 19-jährige Nachtschwärmerin. Dem Angeklagten, der durch DNA-Spuren schwer belastet wird, droht bei einer erneuten Verurteilung die Sicherungsverwahrung. 

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