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Ausgewählter Ort 2012

RUB-Forschungsprojekt für innovative Werkstoffherstellung ausgezeichnet

BOCHUM Der Lehrstuhl Werkstofftechnik der Ruhr-Universität Bochum hat ein zukunftsweisendes Projekt entwickelt: Die Kondensator-Entladungs-Sinteranlage ermöglicht eine schnelle, präzise Herstellung von Verbundwerkstoffen. Dafür gab's die Auszeichnung als "Ausgewählter Ort 2012".

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Klaus Ulrich übergibt Werner Theisen den Preis für die Kondensator-Entladungs-Maschine.

Für die Kondensator-Entladungs-Anlage wurde dem Lehrstuhl für Werkstofftechnik der RUB der Preis vom "Land der Ideen" verliehen.

OB Scholz lässt sich die Maschine ganz genau erklären.

In einem fortschrittlichen Land wie Deutschland Industrie und Forschung zu vereinen ist keine leichte Aufgabe. Ideen benötigen Zeit, Begeisterungsfähigkeit und eine innovative Umsetzung. Der Lehrstuhl Werkstofftechnik der Ruhr-Universität Bochum hat unter der Leitung von Professor Doktor Werner Theisen genau solch ein zukunftsweisendes Projekt entwickelt: Die Kondensator-Entladungs-Sinteranlage ermöglicht eine schnelle, präzise Herstellung von Verbundwerkstoffen.

„Wir haben es geschafft, Stoffe zu verwenden, die günstiger und weniger schädlich sind als beispielsweise Kobalt“, erklärt Doktorand Philipp Schütte stolz. Er und viele andere Mitarbeiter des Lehrstuhls haben in den letzten fünf Jahren mit Verantwortung und Engagement an diesem Projekt gearbeitet – und das wurde am Donnerstag belohnt. Als „Verschleißbeständige Bausteine in Millisekunden“ gilt die Kondensator-Entladungs-Sinteranlage ab sofort als „Ausgewählter Ort 2012“ der Initiative „Deutschland – Land der Ideen.“ Werner Theisen freut sich sehr: „Diese Auszeichnung ist eine Anerkennung der Forschungsleistungen und unterstützt den zu erwartenden Technologietransfer.“

Die Maschine ist bereits der vierte „Ausgezeichnete Ort“ in Bochum. So ist auch Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz sichtlich zufrieden: „Ich habe viel Respekt vor den jungen Menschen, die an diesem Projekt beteiligt waren“, sagt sie. „Bei diesem Zusammenspiel aus Wissenschaft und Wirtschaft ist etwas Tolles heraus gekommen.“ Das Besondere an dieser innovativen Idee: Die Proben-Herstellung dauert nur fünf Millisekunden, weil die komplexen Verdichtungsprozesse durch den elektrischen Stoß beschleunigt werden. „Eigentlich eine logische Idee“, sagt die Oberbürgermeisterin spontan. Genauso wie sie ist auch der Rektor der Ruhr-Universität Elmar Weiler hellauf begeistert: „Die Maschinenbau-Fakultät ist eine unserer innovativsten Fakultäten. Sie schlägt die Brücken zur Industrie und zur Welt.“ So überreicht Klaus Ulrich von der Deutschen Bank als Kooperationspartner vom „Land der Ideen“ stolz den Preis an Werner Theisen. „Innovation ist selten bequem. Die Menschen hinter den „Orten“ stehen für Fortschritt und Zukunft in Deutschland“, sagt Ulrich. So auch in Bochum: Kreativität, Freude an Forschung und vor allem großes Engagement der Beteiligten haben diesen Fortschritt in der Werkstoff-Herstellung ermöglicht – nur so entstehen Innovationen für die Zukunft.

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