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Sebastian-Schüler gewinnen Bolyai-Wettbewerb

Deutschlands bestes Mathe-Team

Raesfeld Das Team der 3b der Sebastian-Schule siegte beim Mathe-Wettbewerb „Bolyai“ im deutschlandweiten Vergleich. Auch die anderen Teams schnitten gut ab.

Deutschlands bestes Mathe-Team

Lisa Hosemann, Tessa Terhart, Levi Gierig und Frieda Nießing (vorne, v.l.) waren das beste deutsche Team von 296 in ihrem Jahrgang beim Bolyai-Mathewettbewerb. Dafür erhielten sie und die anderen Sieger der Sebastian-Schule am Donnerstagmittag Urkunden und Pokale, die von der Volksbank Raesfeld gesponsert wurden. Foto: Berthold Fehmer

Man kann das ein bisschen trainieren“, sagte Mathelehrer und Konrektor Manfred Grömping am Donnerstagmittag schmunzelnd, bevor die Schülerteams in einem „Feierviertelstündchen“ für ihre Leistungen geehrt wurden. 2017 hatte die Schule erstmals beim internationalen Bolyai-Wettbewerb mitgemacht, benannt nach dem ungarischen Mathematiker János Bolyai. Schon da stellten die Raesfelder die zwei besten Teams des dritten Jahrgangs auf Bundesebene. Dass man den Titel verteidigen würde, damit hat Grömping nicht gerechnet.

Was nicht heißt, dass Lehrer und Schüler nicht gezielt darauf hingearbeitet hatten. „Wenn man Aufgaben aus den Vorjahren betrachtet, erkennt man Muster“, sagte Grömping. In der Mathe-Knobel-AG, die sich immer freitags in der sechsten (!) Stunde trifft, rechneten die Schüler immer wieder ähnliche Aufgaben. Beim Training lernten die Schüler, als Team zu arbeiten. „Es werden mehr Aufgaben gestellt, als man eigentlich schaffen kann“, sagte Grömping, der am Wettbewerbstag im Januar selbst die Aufgaben mitrechnete. „Ich habe nicht alle geschafft.“ Die Viererteams teilten sich deshalb auf. Grömping: „Zwei fangen vorne an, zwei hinten. Die schwierigen Aufgaben rechnet man zusammen.“

Die Strategie ging auf. Neben dem siegreichen Team der 3b belegte das Team der 3a unter deutschlandweit 296 Teams im Jahrgang ebenfalls einen Platz auf dem Siegertreppchen (3. Platz). Das Team der 3c schaffte bundesweit den achten Platz. Im vierten Jahrgang kamen die Sebastian-Schüler unter deutschlandweit 394 Teams auf den fünften (4c), neunten (4b), zehnten (4a) und 68. Platz (4d).

Preise

Für die Teams gab es Pokale, die von der Volksbank Raesfeld gesponsert wurden, sowie T-Shirts, Knobelspiele und Mathe-Bücher. Erst ab Klassenstufe fünf werden die bundesweit besten Teams zum internationalen Finale nach Budapest eingeladen.

Immer wieder lässt Grömping die Sebastian-Schüler in Wettbewerben gegen andere Schüler antreten – oft erfolgreich. Warum tut er das? „Es motiviert Schüler, wenn sie gewinnen“, sagte er. Die Schüler seien motivierter, die Eltern stolz auf ihre Kinder. Dass ein Schüler nach einem gewonnenen Wettbewerb in schulischen Dingen vielleicht die Zügel schleifen lassen könnte, hat Grömping noch nicht erlebt: „Das Gegenteil ist der Fall.“

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