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Familienbetriebe Becker und Epping öffnen ihre Ställe

Tag des offenen Hofes in Raesfeld

Landwirtschaft „nicht verklären, aber erklären“ wollen die Familien Becker und Epping beim „Tag des offenen Hofes“ (17. Juni, 11 bis 17 Uhr). Angesichts von 10.000 Besuchern beim letzten Hoftag eine Mammutaufgabe.

von Berthold Fehmer

, 08.06.2018
Familienbetriebe Becker und Epping öffnen ihre Ställe

Zum Tag des offenen Hofes am 17. Juni werden die Höfe Becker und Epping ihre Ställe für die Besucher zugänglich machen. Marina Becker (vorne), die Hofnachfolgerin auf dem Hof Becker, und insgesamt rund 200 Helfer werden für alle Fragen rund um die Landwirtschaft zur Verfügung stehen und ein familienfreundliches Programm anbieten. © Foto: Berthold Fehmer

Alle zwei Jahre findet der „Tag des offenen Hofes“ deutschlandweit statt, an dem sich auch der Landwirtschaftliche Kreisverband Borken beteiligt. In diesem Jahr in Raesfeld auf den Höfen Becker (Löchter Kämpe 5) und Epping (Gäringshook 16), die etwa einen Kilometer voneinander entfernt liegen. „Ein Shuttlebus zwischen den Höfen wird eingerichtet“, sagt WLV-Kreisverbandssprecher Stephan Wolfert.

Ein Jahr Vorbereitungszeit habe die Organisation bereits gebraucht, sagt Bettina Hueske, Vorsitzende des WLV-Öfffentlichkeitsausschusses). Der Kreisverband ist Ausrichter, doch beteiligt sind auch die Ortsverbände, die Landfrauen und die Landjugenden in Raesfeld und Erle. Rund 200 Helfer werden an dem Tag im Einsatz sein.

Gottesdienst

Was erwartet die Besucher? Los geht es auf dem Hof Becker um 10 Uhr mit einem Familiengottesdienst mit Pfarrer Michael Kenkel und dem Logo-Kinderchor der Gemeinde. Ab 11 Uhr gilt das Motto „Frag den Landwirt!“ Das steht auf den grünen T-Shirts der Ansprechpartner auf den Höfen und ist ernst gemeint. Auch auf kritische Fragen ist man eingestellt. Wolfert sagt, dass den Raesfelder Organisatoren wichtig gewesen sei, die Landwirtschaft darzustellen, „wie sie heute ist und wie sie hier ist“.

Viehtransporter

Gezeigt wird etwa auch ein Viehtransporter oder ein Melkroboter. 60 Aussteller aus den Bereichen Landtechnik, Ackerbau, Futtermittel, Erneuerbare Energie, Waldbau, landwirtschaftliche Verbände und Institutionen werden vertreten sein. Die Landfrauen sorgen für Kaffee und 150 selbst gebackene Kuchen.

Für die kleinen Gäste gibt es das WLV-Bauernhofmobil, Hüpfburgen, Spielemobil, Streichelzoo, Kinderschminken, Sandkasten, Kettcar-Parcours, eine Strohburg und ein Bühnenprogramm mit der „Kuh Lotte“ um 14 und 16 Uhr auf dem Hof Becker. Bull-Riding für ältere Kinder, ein Bauernmarkt mit zehn Direktvermarktern aus der Region, ein Kräutergarten, ein mobiles Sägewerk und vieles mehr werden geboten.

Besonderes Highlight dürfte aber für viele der Besuch der Ställe sein. Beide Höfe sind Familienbetriebe. Betriebsleiter Ewald Becker hatte schon 1000 Mastschweine, derzeit aber nur 400, die nun in Ställen mit Strohbereichen leben, um das Tierwohl zu fördern. Auch die 150 Bullen werden in einem Tretmiststall gehalten. Auf Acker- und Grünlandflächen baut die Drei-Generationen-Familie Futtermittel für ihre Tiere an, betreibt eine Biogas- und eine Photovoltaikanlage. Hofnachfolgerin Marina Becker wünscht, dass vor allem Gäste an dem Tag kommen, „die sonst nicht jeden Tag mit Landwirtschaft zu tun haben.“

Ebenfalls auf mehreren Standbeinen steht der Hof Epping, der mit 70 Kühen, Bullen, Schweinemast von der Familie betrieben wird. Hat man als Landwirt derzeit eigentlich Zeit für einen „Tag des offenen Hofes“? Betriebsleiter Josef Epping: „Zwischen Säen und Mähen hat man am besten Zeit.“

Ein hohes Verkehrsaufkommen erwartet Wolfert am 17. Juni und bittet deshalb darum, dass möglichst viele mit dem Rad oder zu Fuß kommen. Parkplätze stünden aber genügend zur Verfügung. Was die Größe der Veranstaltung betrifft, sagt Wolfert: „Am übernächsten Sonntag ist Raesfeld die Hauptstadt von Borken.“

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