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Fachwerk

Häuser mit Stroh und Lehm zu neuem Leben erwecken

RAESFELD. Mit Stroh und Lehm alte Häuser zu neuem Leben zu erwecken und Altes zu restaurieren, ist das Ziel der Seminarteilnehmer „Fachwerkausfachung und Lehmbautechniken“ der Akademie Schloss Raesfeld unter der Leitung von Wilfried Knepper.

Häuser mit Stroh und Lehm zu neuem Leben erwecken

Erst wenn die Lehmmasse in das Geflecht eingebracht ist, wird alles mit einer Kelle glattgestrichen

„Es gibt zwei Millionen Fachwerkhäuser in Deutschland. Viele davon sind mit Lehm oder Backstein ausgefacht. Was früher aus Geldmangel heraus entstand, ist heute eine Tugend, wie das Bauen mit gesunden Baustoffen, die klimaregulierend und wärmedämmend sind“, erklärt der Seminarleiter und Lehmexperte diese jahrhundertalte Bautechnik.

Handarbeit

Um eine Wand aus Lehm zu erstellen, ist Handarbeit erforderlich. Denn das Einflechten von Weidenruten und das Aufbringen von der Stroh-Lehmmischung ins Gefach kann durch Maschinen nicht ersetzt werden. „Bei dieser Arbeit mit Naturmaterialen komme ich mir ganz anders vor. Es ist eine schöne Alternative zu den heutigen Bauarbeiten und es ist interessant zu sehen und zu lernen, wie früher traditionell gebaut wurde. Und wenn ich dann die Unterkonstruktion des Fachwerkes sehe, betrachte ich die Baukunst aus einem ganz anderen Blickwinkel“, sagt Hans-Georg Kuscheln. Aus Waldshut-Tiengen zum dreitägigen Lehrgang angereist ist Stuckateur-Meister Feriduk Kaplan. „Es ist sehr interessant, die alte und aufwendige Technik zu erlernen und zu sehen, wie aufwendig die Menschen vor mehr als 100 Jahren ihre Häuser gebaut haben“, so Kaplan. Der Berliner Maurermeister Frank Klein möchte hier in Raesfeld alte Techniken verinnerlichen und Restaurateur werden.

"Es fasziniert mich einfach"

„Es fasziniert mich einfach, den unmittelbaren Kontakt zum Naturstoff zu haben und die historischen Arbeitstechniken sind heute aktueller denn je“, so Klein, der vorsichtig mit der Kelle die soeben eingebrachte Lehmmischung glatt streicht und zufrieden auf seine neu gestaltete Wand blickt.

Neben Grundlagen zu Fachwerkkonstruktionen gab es für die Seminarteilnehmer noch jede Menge Wissenswertes, angefangen von Spezifikationen der Materialien Lehm, Kalk, Backstein, Rezepturen und Herstellung von Mörteln und Putzen sowie über das Ausmauern mit Backsteinen und Luftkalkmörtel bis hin zu Ziermauerwerkausfachungen mit Backstein, farbigen Putzen und Kalk-Kasein-Anstrich „Nass in Nass“. 

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