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Rhythmus vor der Revierlinse

LANGENDREER Trommeln, Musik, Gesang – ganz klar, der Rhythmus bestimmte die ersten Filmstreifen beim Auftakt der „Blicke aus dem Ruhrgebiet“. Rasant wurde das Publikum im Endstation Kino in das 15. Festival für Video und Film gezogen.

Rhythmus vor der Revierlinse

Diskussionsrunde nach dem Wettbewerbsblock „Soundgebiet“: Rainer Komers (2.v.l.) sprach über seinen Film „Kobe“. Aber auch Ralf Henze (3.v.l.) sowie Ulrike Franke und Michael Loeken waren aufgefordert, die Fragen von Nina Selig (li.) und dem Publikum zu beantworten.

Zehn aneinander gereihte Einminüter, in der jeder Filmemacher auf seine Weise die Emscher thematisierte, bildeten den Start. Da dies eine Auftragsproduktion der Emschergenossenschaft ist, läuft der Film außerhalb des Wettbewerbs. Der dreiköpfigen Jury – in diesem Jahr erstmals nur Frauen – stellte sich als erstes der Themenblock „Soundgebiet“. Ein psychedelisch anmutender Bilderschnitt zu wachrüttelnden Trommelklängen irritierte viele Zuschauer.

HipHop-Video

Das Hiphop-Video einer Duisburger Band traf eher den Geschmack der jüngeren Zuschauer. Die Industrieruinen im Ruhrgebiet schienen den Rostocker Nachwuchsfilmer zu inspirieren, denn das Video glich ganz und gar nicht dem Stil von MTV oder Viva. Der Film über die Auswirkungen der nach China verkauften Dortmunder Kokerei Kaiserstuhl sorgte für eine angeregte Diskussion zwischen Filmemachern und Gästen. Aus dem inhaltlichen Rahmen fiel „Kobe“, ein Film über das facettenreiche Leben in der japanischen Stadt. Dem Publikum gefiel er, und die Fragen an den Mülheimer Filmemacher Rainer Komers nahmen kaum ein Ende. Die beiden Filme im letzten Block beschäftigten sich mit New York – in 59 und in vier Minuten.

Siegerehrung am Sonntag

Zufrieden und erleichtert zeigten sich die Veranstalter mit dem Auftakt ihres Jubiläumsfestivals. Denn den Geschmack der Mehrheit hatten sie offensichtlich getroffen. Noch bis Sonntag werden Filme aus oder über das Ruhrgebiet gezeigt, ab 20 Uhr werden die Sieger gekürt. Die zum ersten Mal initiierte Podiumsdiskussion am Samstag Nachmittag muss aufgrund kurzfristiger Absagen, wie die von Prof. Dieter Gorny, ausfallen. Dafür verspricht die „Super8“-Party am Samstag nach der letzten Vorführung viel Bewegung: Zwei DJs werden im Studio 108 auflegen. Wer Hunger bekommt, wird nach Ruhrgebietsart versorgt: Mit Currywurst.   » www.blicke.org

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