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Ruhe für Jahrzehnte

WATTENSCHEID Nicht für die Ewigkeit, jedoch für möglichst 80 Jahre plant die Stadt bei der Kanalerneuerung in der Hansastraße. Gestern begannen offiziell die Bauarbeiten.

Ruhe für Jahrzehnte

Symbolischer erster Spatenstich für den Ausbau der Hansastraße: Vertreter von Verwaltung und Politik freuen sich über die Sanierung, die rd. 3,7 Mio. Euro kostet und vom Bund und Land bezuschusst wird.

Viel Geduld müssen Anlieger und Verkehrsteilnehmer (ca. 11 000 KFZ pro Tag) auf dem 1,3 Kilometer langen Teilstück zwischen Haus-Nummer 40 und der Gewerbestraße aufbringen: Bis voraussichtlich September 2009 - also gut ein Jahr - wird gebaggert, neu verlegt und verfüllt. Nicht nur der Kanal, sondern die komplette Infrastruktur mit allen Versorgungsleitungen lässt die Stadt erneuern. "Damit haben wir dann für Jahrzehnte Ruhe."

Einbahnstraße

Damit ist es seit gestern erst einmal vorbei. Ohne Unterlass heult die Kettensäge, zerkleinert ein Shredder die Äste. "28 Bäume werden gefällt", berichtet Baudezernent Dr. Ernst Kratzsch, um gleich eine zweite Zahl anzuhängen. "Es werden 78 neue Bäume gepflanzt." Nötig wird die Maßnahme, weil die Straße nicht nur technisch auf Vordermann gebracht wird. In beide Fahrtrichtung gibt es künftig Radfahrstreifen. Wo immer es möglich ist, lässt die Stadt Parkstreifen anlegen. Im Kreuzungsbereich Hansa-, Märkische und Geitlingstraße entsteht ein Kreisverkehr.

Um den Zeitplan halten zu können, ist die Hansastraße in diesem Abschnitt Richtung Bochum befahrbar. Der Verkehr Richtung Wattenscheid wird über die Bochumer Straße und über die Swidbertstraße geleitet. Die Industriegebiete sind - von der A 40 kommend - über den Kreisverkehr Hansa-, Gewerbestraße erreichbar. Dass nicht jede Verkehrsregelung Sinn macht, gab Baudezernent Kratzsch unumwunden zu. So war etwa vor einem Kiosk ein absolutes Halteverbot erlassen worden. Das sei in der jetzigen Phase aber nicht notwendig und soll deshalb von der Stadt auch zurück genommen werden. "Flexibel zu reagieren" sei das Gebot der Stunde.

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