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Stiftung Welt:Klasse

Schiller-Schüler fahren für einen Monat nach Indien und China

BOCHUM Einmal ins exotische Indien Reisen. Oder eine Erkundungstour durch den ländlichen und so fremden Südwesten Chinas. Was für viele Menschen auf ewig der Traum einer abenteuerlichen Reise bleibt, wird Ende Juni für acht Schüler der Schiller-Schule Wirklichkeit - sie sind die Weltklasse-Schüler.

Schiller-Schüler fahren für einen Monat nach Indien und China

Die Aufregung steigt bei den acht Schülern aus dem Projektkurs von Lehrer Kai Tasche (4.v.l.) so wenige Tage vor der Abreise in fremde und exotische Länder.

Mit Unterstützung der Stiftung Welt:Klasse reisen vier von ihnen nach Nagpur, Indien, während es für die anderen nach Dali, China, geht. Es ist mehr als nur ein Abenteuer in Fernost. Im Unterricht zum Thema Schwellen- und Entwicklungsländer arbeiten die acht und ihre Mitschüler mit Erdkundelehrer Kai Tasche bereits seit einem halben Jahr auf den Auslandsaufenthalt hin.

Im Vordergrund steht dabei stets die Auseinandersetzung mit der globalisierten Welt. Für den Aufenthalt vor Ort durften sich die Schüler frei ein Thema auswählen, mit dem sie sich intensiver befassen werden. Das indische Kastensystem, die Rolle der Frau in der chinesischen Gesellschaft oder das politische System Chinas. „Am Ende des Projektkurses steht eine ausführliche Dokumentation der Ergebnisse“, so Lehrer Kai Tasche. „Denn der Kurs soll neben den einzigartigen Erfahrungen auch inhaltlich nachhaltig etwas bringen.“ Derzeit beschäftigt die Elftklässler aber vorrangig das schnell näher rückende Abreisedatum. Für die Indien-Gruppe geht es am 20. Juni los, die China-Gruppe macht sich am Folgetag auf den Weg. Die Impfungen sind bereits erledigt, die erforderlichen Visa unterwegs. Furcht oder Sorge vor der anstehenden Reise hätten sie nicht, darin sind sich alle acht einig. Aber eine gehörige Portion Respekt vor den Herausforderungen. „Aber diese Herausforderung macht auch den Reiz aus“, sagt Henrike Lodwig. Sie fährt nach Indien.

Trotz Ansprechpartnern der Stiftung vor Ort werden die Schüler ihren Alltag abenteuerlustig selbst in die Hand nehmen. Die nach Indien-Reisegruppe wird in einem Heim für behinderte Kinder auf dem Land wohnen und arbeiten. Morgens gibt es Englischunterricht. Noch etwas ländlicher wird es für die China-Gruppe. Im Dorf Dali werden sie zwei Wochen bei Einheimischen leben, Bäume pflanzen und die Bestände pflegen. Die anderen beiden Wochen verbringen sie in der Stadt. Ein gewollter Kontrast. Den Schülern ist klar, dass sie Botschafter Bochums und Deutschlands sind. Für viele Einheimische wird es der erste Kontakt mit Deutschen sein – der Eindruck, den die acht hinterlassen, zählt. Um sich vorzubereiten, haben sie ein Seminar mitgemacht, das sie auf ihre Rolle vorbereitet hat, wurden zudem auf den bevorstehenden „Kulturschock“ vorbereitet. „Das hat sehr geholfen“, sagt Lisa Fortmann. „Das hat den Druck und die Angst genommen.“

Initiator der Stiftung ist Matti Spiecker (Universität Witten/Herdecke). Ausgewählten Schulen bietet die Stiftung ein Netzwerk und Finanzierungshilfen, um Schülern den Austausch zu ermöglichen. Dabei sollen die sozialen und kulturellen Kompetenzen gestärkt und die Schüler auf Anforderungen einer globalisierte Welt vorbereitet werden. Wichtig ist zudem der authentische kulturelle Austausch. Daher geht es auch auf’s Land, wo Kultur noch unbeeinträchtigt von globalisierten Angleichungen erlebbar ist.   www.stiftung-weltklasse.de

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